Unbekannte stahlen Rallye-Fahrzeug

Martin (links) und Matthias Brucke haben ihr geklautes Rallyeauto wieder. (Foto: Ralf Drescher)

Johannisthal. Fast wäre der 25 Jahre alte Opel Senator nicht zum "Wüstenblitz" geworden. Das für die Rallye Dresden-Dakar-Banjul 2014 vorgesehene Fahrzeug wurde geklaut. Drei Tage später war es zum Glück wieder da.

"Am 14. März kurz vor Mitternacht sah ein Kollege unser Auto durch Johannisthal fahren. Wir sind dann sofort zur Polizei und haben Anzeige erstattet", erzählt Matthias Brücke, der Chef vom Team "Wüstenblitz". Polizei und Teammitglieder suchten en Wagen, der durch seine auffällige Lackierung als Rallyefahrzeug nicht zu übersehen ist. Drei Tage später fanden sie ihn in der Kanalstraße in Neukölln. Weil der Tank leer war, hatten die Diebe das Auto am Straßenrand abgestellt. "Natürlich waren Lenksäule, Zündschloss und Türschlösser beschädigt und wir müssen diese Teile jetzt austauschen", ärgert sich Rallyefan Brucke.Warum ein 1500-Euro-Auto mit auffälliger Lackierung überhaupt geklaut wird, erschließt sich den Leuten vom Team "Wüstenblitz" nicht. Die Rallye Dresden-Dakar-Banjul über 7500 Kilometer bis nach Gambia ist in erster Linie eine Spaß- und Benefizveranstaltung. Zum Reglement gehört nämlich, dass das Fahrzeug am Zielort gespendet und für einen guten Zweck versteigert wird. Auch deshalb werden für den Wettbewerb robuste, ältere Fahrzeuge genommen, die in Gambia mit einfachen Mitteln gewartet und repariert werden können.

"Sobald unser Fahrzeug wieder in Ordnung ist, beginnen wir mit den Geländetests. Wir müssen das Auto in gut einem Jahr fit für den langen Weg haben", sagt Matthias Brucke.

Gemeinsam mit Bruder Martin und zwei Freunden will er sich im Februar 2014 erstmals mit zwei Autos auf den Weg nach Banjul machen. Bereits 2010 und 2012 war das Team dabei.

Wissenswertes auch unter www.teamwuestenblitz.de

Ralf Drescher / RD
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