Die Post kam nie an: Wenn Briefe Geschichte schreiben

Berlin: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst |

Karlshorst. Das Deutsch-Russische Museum Karlshorst beschäftigt sich mit der Geschichte der Rotarmisten einer ukrainischen Stadt nach dem deutschen Überfall am 22. Juni 1941.

Vor 75 Jahren markierte der deutsche Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 den Beginn eines brutalen Vernichtungskrieges. Die Rotarmisten und Einwohner der westukrainischen Stadt Kamenez-Podolsk haben die Grausamkeiten des Krieges an der Front erlebt, sie schrieben ihre Erfahrungen in Briefen an die im Städtchen zurückgebliebenen Angehörigen auf. Doch ihre Post kam nie an: Die Briefe fielen in die Hände der Deutschen. Erst 2010 kehrten sie in die Ukraine zurück.

Das Deutsch-Russische Museum Karlshorst in der Zwieseler Straße 4 zeigt in der Ausstellung unter dem Titel "Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamenez-Podolsk 1941" die Geschichte der Briefe, ihrer Absender und der Empfänger, die erst kürzlich ausfindig gemacht werden konnten. Die Schau eröffnet am 30. Juni um 19 Uhr und ist noch bis zum 28. August zu sehen. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg entstanden. Der Eintritt ist frei. KW

Weitere Informationen gibt es telefonisch  50 15 08 55.
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