Ausschuss befasst sich mit Problemfall Kulturhaus

Karlshorst. Einen ganzen Fragenkatalog richtet der Sonderausschuss "Aufklärung Kulturhaus Karlshorst" ans Bezirksamt. Es geht um die Verantwortlichkeiten.

Ein Untersuchungsausschuss ist schon etwas besonderes. Das gibt es nicht in jeder Wahlperiode. Überraschend ist seine Einberufung trotzdem nicht. Der politische Wechsel im Bezirksamt zieht auch einen politischen Abgrenzungsprozess nach sich. Gerade beim Kulturhaus Karlshorst ging in der Vergangenheit einiges schief: das künstlerisches Konzept "K3", das vorbei am Kulturausschuss von einer Jury erkoren auch just wieder eingestampft werden musste, weil Namensrechte verletzt wurden. Die baulichen Verzögerungen, unter anderem verursacht durch mangelnden Brandschutz. Wer die politische Schuld tragen soll, das soll jetzt der Sonderausschuss mit seinen zwölf Mitgliedern aller demokratischen BVV-Fraktionen erörtern. Die Fraktionen haben einen ganzen Fragenkatalog erarbeitet, den das Bezirksamt nun beantworten wird. Initiiert wurde das Gremium von der SPD-Fraktion. Und die Sozialdemokraten möchten Licht in die Vergangenheit bringen, keinesfalls in die Zukunft blicken. So sieht es auch der BVV-Beschluss für die Gründung des Untersuchungsausschusses vor. "Priorität haben ausschließlich Fragen, die sich auf die 6. Wahlperiode beziehen", beharrte deshalb der SPD-Bezirksverordnete Manfred Becker mehrfach in der vergangenen Sitzung des Untersuchungsausschusses.

In der 6. Wahlperiode führte die Stadträtin Katrin Framke von der Linkspartei die Geschicke in Sachen Kulturhaus. In ihre Amtszeit fällt der Abriss des alten und die Konzeption des neuen kommunal geführten Hauses. In die 7. Wahlperiode fällt indes die Amtszeit von Kulturstadträtin Kerstin Beurich von der SPD. Beurich hatte mit den Unwegbarkeiten der Vergangenheit zu kämpfen, muss sich aber auch um die Zukunft des Hauses bemühen. Doch auch hier sieht es nicht so rosig aus: Die Leiterin des Hauses hat das Handtuch geworfen. Im Moment führt der Kurator Knut Becker das Haus. Zudem fehlt dem Kulturhaus die Werbung. Das bemerkt schon, wer das Kulturhaus in der Treskowallee 112 sucht und es nicht findet. Eine Außenwerbung gibt nicht.


Karolina Wrobel / KW
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