Hohe Auszeichnung für Berliner Politiker Günter Toepfer

Günter Toepfer (2. von links) mit Dalia Grybauskaite (Mitte) und weiteren Gästen. (Foto: privat)

Vilnius. Am 16. Februar, dem Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens, ehrte dessen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite den Berliner Politiker Günter Toepfer (CDU) für seine Verdienste um die baltische Republik mit dem Orden des Vytiskreuzes.

Am Abend lud die Staatspräsidentin zu einem Festkonzert in der Philharmonie ein. Bereits am Vortag hatte Toefer das KGB-Museum in der Hauptstadt Litauens und die Gedenkstätte für die vom sowjetischen Geheimdienst ermordeten litauischen Patrioten in Vilnius besucht.

Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens von Russland im Jahre 1990 zählte Toepfer, damals Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, zu den ersten deutschen Parlamentariern, die das Baltikum besuchten. Er organisierte medizinische Behandlungen, Jugend- und Kulturaustausche, Sportveranstaltungen und Hilfstransporte. Besonders engagiert sich der Lichtenberger Politiker für die so genannten Wolfskinder. Diese im nördlichen Ostpreußen am Ende des Zweiten Weltkrieges zeitweise oder dauerhaft elternlos gewordenen Kinder flüchteten vor den Russen in das Baltikum. Dort überlebten sie - um den Preis der eigenen Identität. Etwa 20 der heute um die 70-jährigen Frauen und Männer konnte Toepfer maßgeblich dabei helfen, ihre Identität zurückzuerlangen und ihre Familien in Deutschland wiederzufinden.


Michael Kahle / m.k.
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