Kundgebung schockiert Gäste des Museumsfests

Karlshorst. Verständnislos und schockiert reagierten die Gäste des Museumsfests im Deutsch-Russischen Museum Karlshorst, als das Fest am 8. Mai durch eine Kundgebung der NPD empfindlich gestört wurde.

Zu diesen Gästen zählten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs, Veteranen und Opfer des Nationalsozialismus. Laut Museumssprecherin Julia Franke erfuhr die Museumsleitung erst kurzfristig von der angemeldeten und genehmigten Kundgebung vor dem Museumsgelände. "Eine Benachrichtigung durch die örtliche Polizei erfolgte mündlich einige Stunden vor dem Beginn der Kundgebung", so Franke. Die Partei Die Linke in Lichtenberg bezeichnet indes die NPD-Kundgebung als "Skandal". "Dies war eine besondere Beleidigung der Millionen Opfer des deutschen Faschismus", so Die Linke in einer Mitteilung. "Es ist ein Skandal, dass an einem solch historischen Ort, zu einer solch wichtigen Feier eine Kundgebung der Nazis genehmigt wurde", so die Bezirksvorsitzende der Partei Die Linke, Evrim Sommer. Die Genehmigung sei ein gravierendes Fehlverhalten des Berliner Innensenators, so Sommer.


Karolina Wrobel / KW
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