Die Trabrennbahnen arbeiten eng zusammen

Beim großen Renntag in Karlshorst geht auch der amtierende Deutsche Meister Michael Nimczyk (28) mit seinen Pferden an den Start. (Foto: Heiko Lingk)

Karlshorst. Berlin ist die einzige deutsche Stadt mit zwei Trabrennbahnen. Doch in der Vergangenheit herrschte zwischen den Vereinen in Mariendorf und Karlshorst nicht nur traute Harmonie.

Ganz im Gegenteil: Die beiden bereits 1894 und 1913 eröffneten Sportstätten befanden sich in einem beinharten Konkurrenzkampf um die Gunst des Publikums. Die verantwortlichen Vereinsfunktionäre setzten sich nur allzu selten gemeinsam an einen Tisch und in den Medien war oft sogar vom "Krieg der Berliner Rennbahnen" die Rede.

Dass es mit gutem Willen aber auch anders geht, zeigt die augenblickliche Situation. Da die Mariendorfer Rennpiste aufgrund einer kurzfristig notwendig gewordenen Sanierung des Geläufs komplett gesperrt ist und erst wieder ab dem 26. Oktober zur Verfügung steht, werden bis zu diesem Zeitpunkt alle ursprünglich in Mariendorf geplanten Veranstaltungen kurzerhand auf der Bahn in Karlshorst ausgetragen. Beide Vereine einigten sich auf diese sinnvolle Lösung.

Und tatsächlich: Die Zusammenarbeit nach dem Motto "Mariendorfer Rennen made in Karlshorst" funktioniert perfekt. Bei der Veranstaltung am 14. September wurden in der Wuhlheide stolze 100 000 Euro Wettumsatz erzielt. Am Sonntag, 28 September, steht nun das nächste in Kooperation mit dem Mariendorfer Rennverein organisierte Rennen auf dem Karlshorster Programm.

Bei der um 13.30 Uhr beginnenden Veranstaltung wird den Zuschauern Pferdesport erster Güte präsentiert, denn nur die besten deutschen Sulkyfahrer gehen mit ihren Trabern auf der gleich neben dem S-Bahnhof Karlshorst gelegenen Bahn an den Start.

Das ist kaum verwunderlich, denn es geht für sie um sehr viel Geld: Über 50 000 Euro Prämie werden in den Prüfungen an die Sieger und Platzierten ausgeschüttet. Besonders erfreulich: Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei!


Heiko Lingk / Heiko Lingk
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