Bahnhof Karlshorst: Bis Jahresende wird noch gearbeitet

Letzte Gleisbauarbeiten am Bahnhof Karlshorst. Modernste Technik hebt die Gleise an und stopft den Schotter unter. (Foto: Kahle)

Karlshorst. Ende des Jahres will die Deutsche Bahn den Bahnhof Karlshorst einschließlich des neuen westlichen Zugangs fertiggestellt haben. Das teilte der technische Projektleiter Martin Baitinger kürzlich mit.

Im Rahmen des Streckenausbaus Berlin - Frankurt/Oder wurden bis Oktober 2013 Brückenersatzneubau und ein Fußgängerübergang über die Treskowallee errichtet sowie die Gleisanlage erneuert. Aufgrund eines schweren Unfalls beim Einschwenken der Fußgängerbrücke kam es danach zu erheblichen Verzögerungen der Bauarbeiten.

Gegenwärtig werden noch Restarbeiten am Gleisbett erledigt. Eine Gleisstopfmaschine sorgt lautstark für die notwendige Festigkeit. Die Maschine hebt Schienen und Schwellen etwa zwei bis drei Zentimeter an und stopft zugleich Schotter unter die Gleise.

Auf beiden Seiten der Treskowallee werden Fahrstühle für einen barrierefreien Zugang des Bahnhofs sorgen. Der Glasüberweg über die Treskowallee, der bereits seit Oktober 2013 liegt, muss noch fertiggestellt werden. Die ehemalige Schalterhalle nebst Kuppelgewölbe und der Treppenaufgang sowie der historische Zugang zur Treskowallee befinden sich noch im Rohbau und werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege bis Jahresende fertiggestellt. Hier sollen nach Vorstellung des Bürgervereins Karlshorst auch zwei der geborgenen Pendelstützen ihren Platz finden. Eine dritte soll eine Uhr stützen.

Insgesamt hat die Deutsche Bahn rund 20 Millionen Euro für Bau und Planung rund um den S-Bahnhof Karlshorst veranschlagt.

Nach Vorstellungen der BVG soll das Gleisbett der Straßenbahn unter der Brücke nach außen verschwenkt werden, sodass die Straßenbahn in beiden Fahrtrichtungen an den Bordsteigen der neuen Bahnbrücke zum Halten kommt. Der fließende Verkehr soll durch Ampeln geregelt werden. Ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren wurde noch nicht eingeleitet. Denn zuvor müssen die Berliner Wasserbetriebe noch einen Abwasserkanal unter der Straße verlegen.

Laut Baitinge bedeutet das, dass es mindestens in den nächsten vier bis fünf Jahren keinen Straßenbahnhalt unter der Brücke geben wird. Das bedeutet aber auch, dass das Nadelöhr für den Verkehr am S-Bahnhof Karlshorst bis zu diesem Zeitraum bestehen bleibt. Der neue Trassenabschnitt unter der Brücke gerät vorerst zu Brache.


Michael Kahle / m.k.
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