Bundesbauministerium fördert Variowohnungen für Studenten am Hubertusdamm

Karow. Am Hubertusdamm sollen in den nächsten Monaten in einem innovativen Modellprojekt die ersten Variowohnungen im Bezirk entstehen.

Gefördert wird das Ganze vom Bundesbauministerium. Die Bauherr ist die Familie Großkopf. Diese betreibt am Hubertusdamm bereits seit vielen Jahren ein Fitnesscenter mit Squashhallen sowie eine Physiotherapie. „In den vergangenen Jahren hatten wir Gelegenheit, Nachbargrundstücke zu erwerben“, so Matthias Großkopf. Er und seine Frau Ines überlegten, was auf diesen Grundstücken entstehen könnte. Beide wissen um die angespannte Wohnungsmarktsituation in Berlin. Schwer haben es vor allem Studenten, geeigneten Wohnraum zu finden.

So entstand die Idee, Wohnungen für Studenten zu bauen – und zwar nachhaltig und zu bezahlbaren Mietpreisen. Ein entsprechendes Förderprogramm für sogenannte Variowohnungen für Studenten legte das Bundesbauministerium im vergangenen Jahr auf.

Variowohnung heißt, dass es einen in sich geschlossenen Baukörper gibt, die Wände im Innern aber nach Bedarf aufgestellt werden können. Werden die Wohnungen nicht mehr für Studenten benötigt, können die Innenwände versetzt werden. So können ohne großen Aufwand aus 20 Quadratmeter großen Studentenbuden 40 Quadratmeter große Wohnungen zum Beispiel für Paare entstehen.

Für ihr geplantes Projekt ließen die Großkopfs mehrere Planungsvarianten erstellen. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen im Bezirksamt und Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) kristallisiert sich heraus, dass zwei Baukörper mit drei Etagen entstehen könnten. 60 Wohnungen mit jeweils 20 Quadratmeter Fläche sind geplant. Weil in diesem Modellprojekt des Bundesbauministeriums nicht nur sozial, sondern auch ökologisch und ökonomisch gebaut werden muss, entstehen beide Gebäude in einer neuartigen Holzbauweise. Der gesamte Bauablauf wird von einer Forschungsgruppe begleitet.

Bis September hoffen die Großkopfs auf grünes Licht aus dem Bezirksamt. Danach soll rasch mit dem Bauen begonnen werden. Stadtentwicklungsstadtrat Kuhn erklärt, dass er das Projekt unterstützen werde. Auch unter den Verordneten gibt es große Zustimmung für dieses innovative Projekt. BW
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