Alte Liebe rostet nicht: Die Stadliks sind seit 65 Jahren ein Paar

Das „eiserne Paar“ Rita und Heinz Stadlik. (Foto: Werner Dreblow)

Karow. Eiserne Hochzeit konnten jetzt Rita und Heinz Stadlik feiern. Beide wohnen zwar erst seit fünf Jahren in ihrer Neubauwohnung am Hofzeichendamm, sind aber „alte Pankower“, wie sie betonen.

Heinz kam vor 84 Jahren in Prenzlauer Berg zur Welt. Er studierte später in Schöneweide an der Fachschule Grafik. Zunächst arbeitete er als freischaffender Grafiker, dann machte er sich mit einer Siebdruckerei in Rosenthal selbstständig. Seine Frau Rita wuchs in Rosenthal auf. Als er sie kennenlernte, war sie gerade 16 Jahre alt – und schon bald war Nachwuchs unterwegs. Um in dem Alter heiraten zu können, mussten ihre Eltern zustimmen. „Eine Lehre als Schneiderin gab ich auf. Ich habe dann später bei der Post und als Schreibkraft im Büro gearbeitet“, erinnert sich die 81-Jährige.

Sie kümmerte sich vor allem um die Kinder. Immerhin vier leibliche hat das Paar und dazu noch einen Pflegesohn. Die Familie wuchs weiter. Die Stadliks haben heute elf Enkel und acht Urenkel. Nachdem die Kinder recht selbstständig waren, unterstützte Rita ihren Mann beim Abarbeiten von Aufträgen, indem sie zum Beispiel Wimpel nähte.

Neben der beruflichen Tätigkeit hatte jeder der beiden Jubilare immer schon eigene Hobbys. Während Rita leidenschaftlich gern puzzelt, ist das große Hobby von Heinz die Modelleisenbahn. „Als Familie haben wir früher auch gecampt, waren gern in der Natur“, sagt Heinz. „Mit fünf Kindern konnten wir uns keine großen Urlaubsreisen leisten.“ Auch heute ist das „eiserne“ Paar noch recht aktiv. „Wir haben fast jeden Tag was zu tun“, sagt Rita Stadlik. „Wir gehen zum Beispiel zur Wassergymnastik und zum Hocker-Sport.“

Sie haben sich recht jung kennengelernt und sind immer noch zusammen. Was ist das Geheimnis ihrer Liebe? „Die jungen Leute rennen heute viel zu schnell auseinander, wenn es mal Probleme gibt. Unser Geheimnis ist vielleicht, dass wir Probleme immer ausdiskutiert haben“, sagt Rita, und Heinz ergänzt: „Und wir waren nie nachtragend, haben immer Verständnis für den anderen aufgebracht.“ BW
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