Ehemaliger Parkplatz in Karow soll nicht weiter verwahrlosen

Karow. Auf der Fläche des früheren Parkplatzes an der Achillesstraße, Lossebergplatz und Straße Zum Kappgraben muss sich endlich etwas tun.

Deshalb soll sich das Bezirksamt gemeinsam mit dem Liegenschaftsfonds, ansässigen Gewerbetreibenden, lokalen Initiativen sowie Anwohnern in Verbindung setzen. Gemeinsam solle überlegt werden, wie diese Fläche vorläufig genutzt werden kann. Das beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der CDU-Fraktion. Als das Neubaugebiet Karow-Nord Mitte der 90er-Jahre entstand, versuchte ein Privatmann zunächst, dort einen kostenpflichtigen Parkplatz zu betreiben. Als das misslang, wurde die Zufahrt zum Platz mit Betonteilen abgesperrt. So sei er inzwischen seit vielen Jahren einer sinnvollen Nutzung entzogen worden, meint CDU-Fraktionschef Johannes Kraft.

Hinzu kommt, dass auf dieser Fläche immer wieder illegal Müll entsorgt wird. Weil es keinerlei Hinweise gibt, denken viele Karower auch, dass es sich um öffentliches Straßenland handelt, für das der Bezirk zuständig ist. Dabei ist gar nicht das Bezirksamt Pankow, sondern der Liegenschaftsfonds für diese Fläche verantwortlich. Über den Zustand des Platzes ärgern sich laut Kraft viele Karower. Auch für die Schüler und Lehrer der nahe gelegenen Robert-Havemann-Oberschule sowie Kinder und Eltern der Kita in der Nähe ist diese Fläche kein schöner Anblick.

Planungsziel aufgegeben

Die Verwahrlosung sollte deshalb nicht weiter hingenommen werden, betont Kraft. Im Stadtentwicklungsausschuss der BVV stellte das Bezirksamt klar, dass auf der Fläche ursprünglichen Planungen zufolge eine Jugendfreizeiteinrichtung entstehen sollte. Dieses Planungsziel wurde allerdings vor Jahren aufgegeben.

Deshalb ist jetzt der Liegenschaftsfonds des Landes Berlin zuständig. Dieser strebt eine Vermarktung des Grundstücks an. Vorgesehen ist, dort Wohnhäuser zu errichten. Eine Umsetzung dieser Planung ist allerdings noch nicht in Sicht. Deshalb einigten sich die Bezirksverordneten, dass eine Zwischennutzung der Fläche anzustreben ist, die gemeinsam mit den Anliegern erarbeitet werden soll.


Bernd Wähner / BW
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