Anwohner machten den Frundsbergplatz winterfest

Auf dem Frundsbergplatz beseitigten die Anwohner Wildwuchs und die letzten Spuren von Bauarbeiten der Wasserbetriebe. (Foto: Johannes Kraft)

Karow. In einem freiwilligen Arbeitseinsatz haben Anwohner in den vergangenen Tagen den Frundsbergplatz winterfest gemacht.

Der Platz befindet sich an der Ecke Frundsbergstraße/ Lanker Straße. Dort hatten die Berliner Wasserbetriebe drei Jahre lang eine große Baustelle. Als die Arbeiter abzogen, blieben Berge von Unrat und Bauschutt zurück. Über diese machte sich Wildwuchs breit. Der Platz hatte sich zu einer regelrechten Dreckecke entwickelt und war nicht mehr zu nutzen.Das Pankower Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt teilte auf Anfrage den Anwohner mit, dass die dem Amt zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, um den Platz wieder in Ordnung zu bringen. Im Frühjahr initiierte deshalb die Initiative für Karow einen ersten Arbeitseinsatz.

Zwanzig Anwohner und Unterstützer der Initiative für Karow betätigten sich als Gärtner. Sie gaben dem Platz wieder ein einigermaßen ansehnliches Aussehen. Vor wenigen Tagen kamen nun sogar 30 freiwillige Helfer zu einem neuerlichen Arbeitseinsatz. Sie beseitigten nicht nur die letzten noch sichtbaren Spuren der Bauarbeiten der Wasserbetriebe. Zusätzlich beschnitten sie auch Sträucher fachgerecht und räumten auf dem Platz soweit auf, dass er nun winterfest ist.

"Für das Frühjahr planen wir weitere Arbeiten auf der Fläche", berichtet Johannes Kraft, der Sprecher der Initiative für Karow. "Geplant sind neben einem Austausch des Bodens auch die Anpflanzung von Gehölzen und die Anlage einer Rasenfläche. Damit möchten wir für mehr Aufenthaltsqualität auf dem Platz sorgen."

Damit sie den Platz auf Vordermann bringen und pflegen können, gaben die freiwilligen Helfer bereits mehrere hundert Euro für Baumaschinen, Werkzeuge und Gartengeräte aus. Für dieses finanzielle und zupackende Engagement dankt Initiator Johannes Kraft den Beteiligten. "Was mich jedoch nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass die Folgeschäden der Arbeiten der Wasserbetriebe offensichtlich von ehrenamtlichen Tätigen behoben werden müssen", erklärt Kraft. Weil sich die öffentliche Hand nicht darum kümmert, machen die Bürger aber auf jeden Fall weiter.

Wer die nächste Aktion im Frühjahr unterstützen oder dafür spenden möchte, kann sich an Johannes Kraft unter 0171 695 52 54 oder an die E-Mail-Adresse kraft@initiative-karow.de wenden.

Bernd Wähner / BW
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