Experimentierkoffer für Lernwerkstatt in Karow angeschafft

Die Spende überreichte Abdulrahman Al-Shamsi (links) an Thomas Josiger. Mit dabei waren MdB Klaus Mindrup (SPD) und Lehrer Christian Strube (rechts). (Foto: BW)

Karow. Die Lernwerkstatt und die drei Schülerlabore zum Thema Energie an der Robert-Havemann-Oberschule können materiell weiter aufgestockt werden. Zu verdanken ist das der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland.

Diese erfuhr, dass das Gymnasium Unterstützung bei der Einrichtung der Räume braucht. Sie entschied, dass die Schule über eine Stiftung bei der Anschaffung neuer Geräte unterstützt wird. Übergeben wurden die Ausrüstung im Wert von 10 000 Euro vor wenigen Tagen vom Kulturattaché der Botschaft, Abdulrahman Al-Shamsi. "Unsere Schule war zunächst eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe", so Schulleiter Thomas Josiger beim Besuch des Attachés. "Deshalb wurde bei uns das Fach Arbeitslehre unterrichtet, und wir hatten entsprechende Werkstätten." Das Bezirksamt entschied dann aber, dass die Robert-Havemann-Oberschule Gymnasium werden soll. In Gymnasien steht Arbeitslehre aber nicht auf dem Stundenplan. So blieben die Arbeitslehre-Räume zunächst weitgehend ungenutzt.

Gemeinsam mit dem Projekt "Köpfchen statt Kohle" entwickelte das Gymnasium dann allerdings eine neue Idee. Das Team um Projektleiter Richard Häusler ist seit drei Jahren im Auftrage des Bezirksamtes an Schulen unterwegs. Dort regt es Schüler und Lehrer dazu an, Strom und Wärmeenergie in ihren Schulgebäuden einzusparen. In der Projektarbeit zeigte sich, dass die Schüler umso mehr bei der Sache sind, je mehr sie auch praktisch in die Projektarbeit einbezogen werden. Deshalb sollten Schüler die Möglichkeit erhalten, eigene kleine "Energieproduzenten" wie Windräder oder Solarzellen zu bauen sowie Experimente zum Thema Energie durchzuführen.

Um das zu ermöglichen, wurden die Lernwerkstatt "Energie" sowie drei Labore eingerichtet. Damit wird nun die pädagogische Arbeit zum Thema Energie weiter ausgebaut. Dafür sorgt vor allem der Physiklehrer Christian Strube. Er entwickelte das Konzept und richtete Werkstatt und Labore mit ersten Geräten und Bausätzen ein. "Wir haben nun die Räume, wir haben die Betreuer, was wir nun noch brauchen sind weitere Experimentiereinrichtungen", erklärt Thomas Josiger. "Deshalb bedanken wir uns sehr für die Spende der Botschaft."

Die Botschaftsmitarbeiter besorgten für die Schule eine Wärmebildkamera, eine Wärmepumpe für Schülerexperimente sowie Experimentierkoffer für Solarenergie, Windenergie und Umweltprojekte. Kulturattaché Abdulrahman Al-Shamsi erklärte, dass das Thema Energie auch in seinem Land eine große Rolle spiele. Es sei wichtig, bereits in der Schule die Kinder an dieses Thema heranzuführen. Deshalb freue er sich, dass die Botschaft dem Robert-Havemann-Gymnasium auf diese Weise helfen konnte.


Bernd Wähner / BW
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