Karower Verein macht gesundheitsfördernde Sportangebote

In der Fitnessgalerie wird von den Mitgliedern des 1. Squashvereins jeden Tag das Spiel mit dem kleinen Weichgummiball trainiert. (Foto: Frank Keruth)

Karow. Die Punktspielmannschaft des 1. Squashvereins Pankow spielt ab diesem Monat in der zweiten Squash-Liga Berlins. Diesen Aufstieg schaffte das Team mit tatkräftiger Unterstützung von Sascha Müller.

Dieser trainiert seit anderthalb Jahren die Mannschaft. Sascha Müller, der für Bremen in der Bundesliga Squash spielte, zog es vor zwei Jahren nach Berlin. Der angehende Physiotherapeut suchte Anschluss an einen Verein und fand den 1. Squashverein Pankow. Die Karower Sportler treffen sich in der Fitness-Galerie am Hubertusdamm 45/47. Gegründet wurde der Verein 2004. Inzwischen nutzen nicht nur Insider das Trainingsangebot des Vereins. Immer mehr Freizeitsportler erkennen, dass beim Squash der Körper ganzheitlich trainiert wird, erklärt Frank Keruth. Er kümmert sich um die Squash-Abteilung des Mehrspartenvereins.Anders als beim Jogging, Radfahren oder anderen ähnlichen Sportarten wird beim Squash nicht nur die Muskulatur in einem Bereich gefördert. Beweglichkeit, Schnelligkeit und Kondition werden ganzheitlich geschult. Außerdem schont Squash die Gelenke, und die Verletzungsgefahr ist geringer als bei Tennis oder Badminton. "Nicht umsonst spielt Squash auch in Schulen in Amerika so eine große Rolle. Dort hat man bereits erkannt, wie gesundheitsfördernd diese Sportart ist", sagt Keruth. Diese Erkenntnis hofft der Verein auch zunehmend in Berlin vermitteln zu können. Für dieses Jahr plant er unter anderem einen Bereich für Mädchen- und Damen aufzubauen. Willkommen sind Mädchen ab acht Jahre, die sich in diesem Sport versuchen möchten.

Interessiert ist der Verein auch stets an Partnerschaften mit Schulen. Keruth: "Diese könnten Squash als Ergänzung zu den üblichen Ballsportarten im Unterricht anbieten." Um Squash noch bekannter zu machen, wird der Verein im Frühjahr ein offenes Squashturnier veranstalten. Dazu werden auch Weltklassespieler eingeladen, die Proben ihres Könnens geben. Einen zweiten Schwerpunkt legt der Verein auf den Rehabilitationssport. In diesem gibt es zehn Sportgruppen, die den Bewegungsapparat und Herz-Kreislauf in den Mittelpunkt stellen. "In diesen Gruppen wollen wir vor allem Spaß an der Bewegung vermitteln", sagt Ines Großkopf, die diesen Vereinsbereich leitet. In den Gruppen treiben behinderte und nicht behinderte Menschen nicht nur Sport, sie kommen auch in Kontakt miteinander. "Das ist vielen Mitgliedern sehr wichtig", so Großkopf.

Dritter Standbein des 1. Squashvereins Pankow ist die Kampfsportabteilung. Trainiert wird dort vor allem der Karatestil Kyokushin Budokei. Mit Mike Blaneck hat die Kampfsportabteilung einen versierten Trainer gewinnen können. Dieser ist mehrfacher deutscher Meister und hat auch einige internationale Titel. Die von ihm trainierten Sportler sind inzwischen ebenfalls recht erfolgreich und gewinnen immer wieder Turniere.

Weitere Infos zum Verein gibt es unter 941 31 49 oder per E-Mail an squashverein-pankow@t-online.de.

Bernd Wähner / BW
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