Bahnhofstraße: Verkehrslenkung lehnt Forderung nach Tempo 30 ab

Karow. Der Wunsch nach einem leichteren Überqueren der Bahnhofstraße beibt unerfüllt. Der Berliner Senat lehnt ein Tempolimit ab. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hatte Ende vergangenen Jahres gefordert, dass die Geschwindigkeit auf der viel befahrenen Straße auf 30 Stundenkilometer beschränkt wird. An der Bahnhofstraße befinden sich viele Geschäfte, Restaurants, Praxen, aber auch Kitas und die Alt-Karower Grundschule.

Zwar gibt es Tempo 30-Bereiche zu bestimmten Tageszeiten. Laut BVV gibt es jedoch nur wenige sichere Übergänge. Denn an vielen Stellen wird die Sicht durch Bäume, Sträucher und parkende Autos eingeschränkt. Ein durchgängiges Tempolimit hätte den Vorteil, dass der "Schilderwald" entlang der Straße endlich ausgelichtet werden könnte.

"Geschwindigkeitsreduzierungen sind Einzelfallentscheidungen und können nicht pauschal für einen Straßenzug angeordnet werden", heißt es in einem Schreiben der Verkehrslenkung Berlin an den Bezirk. Dass sich an der Straße viele Einrichtungen befinden, ist aus Sicht der Behörde allein kein hinreichender Grund, eine Geschwindigkeitsreduzierung anzuordnen. Eine solche Situation sei typisch für viele Hauptverkehrsstraßen im Berliner Stadtgebiet.

Weiterhin weist die Verkehrslenkung darauf hin, dass bereits in einigen Bereichen der Straße Tempo 30 angeordnet sei. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung gelte zum Beispiel Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr vor der Grundschule Alt-Karow. Am Fußgängerüberweg in der Nähe des S-Bahnhofs Karow wurde sogar auf einem ganzen Abschnitt durchgängig Tempo 30 angeordnet. Des Weiteren habe die Verkehrslenkung in Höhe der Spinolastraße sowie des Hubertusdamms bereits jeweils einen Fußgängerüberweg angeordnet. Damit werde ein sicheres Überqueren der Straße durch Fußgänger ermöglicht.

Dass die Bahnhofstraße recht verkehrssicher sei, bestätige auch die Unfallstatistik. Es gab nur einen Verkehrsunfall mit Fußgängerbeteiligung in den vergangenen vier Jahren.

Schuld sei zwar der Autofahrer gewesen. Der Fehler wäre aber auch mit eiem Tempolimit nicht zu verhindern gewesen.


Bernd Wähner / BW
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