Ein Überweg für Alt-Karow: Staatssekretär bittet Bezirkspolitiker um Geduld

Karow. Auf der Straße Alt-Karow wird es auch künftig keine Begrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde geben. Aber es wird die Anordnung eines neuen Fußgängerüberwegs geprüft.

Das teilt Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) den Bezirksverordneten mit. Alle, die zu Fuß die Straße überqueren möchten, brauchen derzeit viel Geduld. Auf den circa 1100 Metern zwischen den Ampeln an der Bahnhofstraße und der Achillesstraße gibt es weder eine weitere Ampel noch einen Fußgängerüberweg oder eine Mittelinsel. Im Berufsverkehr fahren die Autos dort Stoßstange an Stoßstange. Es dauert seine Zeit, bis sich für Fußgänger eine Lücke zum Überqueren findet. Wenn sie mal „schnell“ auf die andere Straßenseite wechseln möchten, ist das kaum möglich.

Deshalb ist es den Pankower Verordneten besonders wichtig, dass eine neue und vor allem sichere Überquerungsmöglichkeit auf der Straße geschaffen wird. Für mehr Sicherheit und Übersichtlichkeit sollte außerdem Tempo 30 sorgen. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung vor einem halben Jahr.

11.000 Autos täglich

Ein Tempolimit lehnt die Verkehrsverwaltung aber kategorisch ab. Gaebler erklärt, dass es dafür zwingende verkehrliche Erfordernisse geben müsse. Die Straße sei aber in ihrem Verlauf fast gerade und mit 8,10 Metern ausreichend breit. Damit sei sie sehr übersichtlich. Zwar gab es in den letzten drei Jahren 40 Verkehrsunfälle. Aber wenn man bedenke, dass jeden Tag etwa 11.000 Autos diese Straße passieren, sei das verhältnismäßig wenig. Hauptunfallursache war im Übrigen ein nicht ausreichender Sicherheitsabstand.

Aufgeschlossen steht Gaebler indes einem Fußgängerüberweg gegenüber. Nicht zuletzt spielt dabei eine Rolle, dass sich in der Straße Alt-Karow vor einiger Zeit ein Unfall ereignete, bei dem ein Kind zu Schaden kam. Es wurde auf der Fahrbahn von einem Auto erfasst. Die Berliner „Arbeitsgemeinschaft zur Erhöhung der Sicherheit der Fußgänger“ werde sich deshalb mit dem Thema befassen. Allerdings bittet der Staatssekretär die Pankower Politiker um Geduld. Es gebe derzeit eine Vielzahl von Anträgen auf Querungserleichterungen aus ganz Berlin. Deshalb werde bis zu einer Entscheidung einige Zeit vergehen. BW
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