Kreisverkehr abgelehnt: Verordnete scheitern erneut mit Vorstoß für mehr Verkehrssicherheit

Blankenburg. An der Kreuzung Treseburger Straße und Karower Damm wird es doch keinen Kreisverkehr geben.

Das teilt das Bezirksamt den Verordneten nach einer Stellungnahme der Senatsverkehrsverwaltung mit. Die Verordneten hatten das Bezirksamt im März beauftragt zu prüfen, ob an dieser Kreuzung ein Kreisverkehr eingerichtet werden kann. Damit sollte die Verkehrssicherheit erhöht werden. Die Treseburger Straße ist durch Anwohner- und Lieferverkehr stark frequentiert. Auto- und Fahrradfahrer haben es daher schwer, links in den Karower Damm einzubiegen. Auch Fußgänger haben Probleme, sicher die Straßen zu überqueren. Um die Situation an der Kreuzung zu entschärfen, gab es in der vergangenen Legislaturperiode schon einmal einen Beschluss in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Die Verordneten forderten seinerzeit, einen Fußgängerüberweg mit Mittelinsel auf dem Karower Damm anzulegen. Der Senat lehnte das allerdings ab. Begründet wurde das mit der hohen Verkehrsbelastung dieser Straße.

Die Pankower Verordneten meinen nun, dass ein Kreisverkehrs der geeignete Weg sein könnte, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an dieser Kreuzung doch noch zu erhöhen. Aber auch das lehnt die Senatsverwaltung aus unterschiedlichen Gründen ab.

Es stehe in diesem Bereich vor allem zu wenig Fläche zur Verfügung, heißt es aus dem Senat. Weil es dort keine weiteren öffentlichen Flächen gebe, wäre ein kostenaufwendiger Grunderwerb nötig. Weiterhin begründet der Senat seine ablehnende Haltung damit, dass sich Rad- und Fußverkehr ungünstig über einen Kreisverkehr führen lassen. Außerdem würde ein Kreisverkehr zu großen Teilen im Rampenbereich der Sellheimbrücke liegen. Das würde zu Sichtbehinderungen für Verkehrsteilnehmer führen. Hinzu kommt, dass beabsichtigt ist, ab 2019 die Sellheimrücke zu erneuern. Für die Bauzeit müsste ein Brückenprovisorium westlich neben der bisherigen Brücke gebaut werden. Damit verändere sich die Verkehrsführung in diesem Bereich so, dass ein Kreisverkehr keinen Nutzen bringen würde. Diesen Bedenken schließe sich das Pankower Bezirksamt an, erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen). BW
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