Verlängerung der Heidekrautbahn nach Gesundbrunnen wird noch geprüft

Karow. Die Heidekrautbahn ist eine der beliebtesten Nahverkehrsstrecken im Norden Berlins. Ihre Betreiberin plant, das Streckennetz auszubauen.

Vorgesehen ist, die frühere Stammstrecke bis nach Gesundbrunnen wieder in Betrieb zu nehmen. Die Umsetzung schrieben Berliner SPD und CDU sogar in ihrem Koalitionsvertrag fest. Die Heidekrautbahn verbindet Berlin mit den nördlichen Umlandgemeinden. Der Bahnhof Karow ist derzeit ihr Berliner Endhaltepunkt. Tausende Berufspendler nutzen werktags die Bahn. An den Wochenenden sind es vor allem Ausflügler. Die Heidekrautbahn gehört zu den ältesten Kleinbahnen Deutschlands. Gegründet wurde die Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) bereits 1900. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer ersten Verbindung in den Barnim begonnen.

Die Betreiberin erweiterte Stück für Stück ihr Streckennetz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die NEB nicht enteignet. Allerdings musste sie fast ihr gesamtes Eigentum sowie die Betriebsrechte zum 1. Juli 1950 an die Deutsche Reichsbahn abgeben. Mit Wirkung vom 1. September 1998 konnte die NEB die Eisenbahninfrastruktur aller ihrer Eigentumsstrecken wieder in Eigenverantwortung übernehmen. Danach investierte sie in die Sanierung der Strecken. Seit 2005 fährt die NEB wieder mit eigenen Zügen. Von Karow aus fahren die Züge über den Knotenpunkt Basdorf weiter Richtung Groß Schönebeck beziehungsweise nach Wensickendorf und Schmachtenhagen.

In absehbarer Zeit soll es auch wieder eine Verbindung nach Gesundbrunnen geben. Wie weit dieses Vorhaben gediegen ist, erfragte kürzlich der Abgeordnete Stefan Gelbhaar (Bündnis 90/Die Grünen). Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) erklärt, dass eine wichtige Voraussetzung für dieses Vorhaben der Wiederaufbau des Abschnitts Wilhelmsruh bis Gesundbrunnen sei. Derzeit wird vom Bundesverkehrsministerium der neue Bundesverkehrswegeplan aufgestellt. In diesem Zusammenhang werde auch dieses Vorhaben überprüft. Der Senat habe zwar den Ausbau vorgeschlagen, aber noch steht eine Entscheidung vom Ministerium aus. Erst wenn diese gefallen ist, können weitere Entscheidungen in Berlin und Brandenburg getroffen werden.


Bernd Wähner / BW
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