Platznot an Grundschulen im Siedlungsgebiet: Eltern streben individuelle Lösungen an

An der Ulmen-Grundschule ließ sich der Platzmangel beheben, wenn die geplante Turnhalle endlich gebaut würde, sagen Schulleitung und Eltern. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Bei der Suche nach Lösungen für die Platznot an Grundschulen im Süden von Kaulsdorf und Mahlsdorf liegen neue Vorschläge auf dem Tisch. Das Schulamt prüft Vorschläge der Elternvertreter beider Schulen.

Seit Jahren steigen die Schülerzahlen. Im Herbst werden in beiden Schulen erneut mehr Kinder eingeschult als eigentlich Platz ist. Der Schulbetrieb droht darunter zu leiden. Das Schulamt sieht derzeit nur eine Lösung: Schüler aus dem Siedlungsgebiet sollen an Grundschulen in den Großsiedlungen unterrichtet werden. Schustadtrat Gordon Lemm (SPD) erntete für diesen Vorschlag bei einem Podiumsgespräch Anfang März heftige Kritik von Eltern.

Die Schulen wollen dagegen auf der Grundlage ihrer jeweiligen Besonderheiten vor Ort die Platzkapazitäten durch unterschiedliche Maßnahmen langfristig erhöhen. Eltern und Schulleitung der Kiekemal-Grundschule schlugen zwei Varianten für ihre Schule vor. Die eine wäre, Schulcontainer am Lehnitzplatz aufzubauen. Sie standen dort schon einmal in den 1990er-Jahren. Die andere Variante wäre, auf eine freie Fläche am Rande des Grundstücks der Grundschule am Hultschiner Damm moderne Container zu setzen. „Beides brächte auch Probleme mit sich, wäre aber immer noch besser, als noch enger zusammenrücken zu müssen“, erklärt Schulleiterin Katrin Bloch.

An der Ulmen-Grundschule würde Platz gewonnen, wenn die zur Turnhalle umgebaute Aula wieder für andere schulische Zwecke frei würde. Dazu müsste das Bezirksamt allerdings die schon lange geplante neue Turnhalle endlich bauen. „Ließe sich die Aula wieder entsprechend ihrem ursprünglichen Zweck nutzen, würde im eigentlichen Schulgebäude Platz frei“, erläutert Schulleiterin Iris Pakulat. Des Weiteren möchte die Schule Räume in einem Anbau zurückhaben. Dort betreiben die Kindergärten Nordost die Kita Ulmenstraße. Früher waren darin Räume für Lehrer. Das Bezirksamt müsste allerdings erst einmal Ausweichräume für die Kita finden. Bei der Knappheit an Kita-Plätzen ein eher schwieriges Unterfangen.

Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Gordon Lemm versprach, sie durch das Bezirksamt prüfen zu lassen und über die Ergebnisse auf einer weiteren Veranstaltung Ende Mai/Anfang Juni informieren. hari
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