Schulamt wegen Achard-Grundschule erneut in der Kritik

Stress schon vor dem Start ins neue Schuljahr an der Franz-Carl-Achard-Grundschule. Der Umzug zurück ins alte Schulgebäude kostete Eltern, Lehrern und Schülern viele Nerven. (Foto: hari)
Berlin: Franz-Carl-Achard-Grundschule |

Kaulsdorf. In die Franz-Carl-Achard-Grundschule schien nach den Querelen um die temporäre Schließung im zurückliegenden Schuljahr wieder Ruhe eingekehrt zu sein. Doch der Umzug aus dem Notquartier zurück ins Schulgebäude hat erneut Unmut hervorgerufen.

Der Umzug sollte Mitte der letzten Ferienwoche abgeschlossen sein, damit die Lehrer in Ruhe die Unterrichtsräume gestalten und sich auf den Schulstart vorbereiten können. Am Donnerstag vor Schulbeginn schlugen sie Alarm und informierten Elternvertreter. Ein Teil des Mobiliars, unter anderem 50 Schränke, fehlten und ein Teil sei durch den Transport verdreckt. Von Chaos war die Rede. Die Umzugsfirma hatte nur halb so viele Mitarbeiter im Einsatz wie nötig.

Die Elternvertreter ihrerseits informierten die Fraktion die Linke in der Bezirksverordnetenversammlung. Deren Frakionsvorsitzender, Björn Tielebein, warf Schulstadtrat und Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) erneutes Versagen vor. „Schon beim Umzug der Schule im September 2015 gab es massive organisatorische Mängel. Ohne die Hilfe der Eltern wäre jetzt alles noch schlimmer geworden“, stellte er fest.

Komoß selbst teilte am ersten Schultag in einer Pressemitteilung den erfolgreichen Vollzug des Umzuges öffentlich mit. Er räumte dabei ein, dass der Transport des Schulmobiliars zwei Tage länger als geplant gedauert habe. Er bedankte sich bei Eltern, Schülern, Lehrern und auch Nachbarn der Schule für ihre Mithilfe.

Ohne ihren Einsatz hätte der Umzugstermin in das übergangsweise gesicherte Schulgebäude kaum gehalten werden können. Die Frage, warum das beauftragte Unternehmen nur mit der Hälfte der eigentlich notwendigen Mitarbeiterzahl anrückte, spielte am Ende nur noch eine Nebenrolle. Bei dem zweiten Umzugswagen sollen in der Nacht vor dem Umzug die Räder aufgeschlitzt worden sein.

„Das Schulamt hätte auf die Probleme schneller reagieren müssen“, sagt Elternvertreterin Juliane Kleinfelder. Noch am zweiten Schultag habe nicht jedes Kind seinen Platz gehabt. Kisten hätten noch herumgestanden und nicht alle Schränke seien aufgestellt gewesen. hari
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