Einbruchsdiebstahl nimmt weiter zu

Polizeihauptkommissar Torsten König, Senator Mario Czaja (CDU) und Kriminalhauptkommissar Jens Fritsch stellten sich den Fragen zur Sicherheit in den Siedlungsgebieten. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Die Zahl der Einbrüche in den Siedlungsgebieten nimmt weiter zu. Mit Präventionsveranstaltungen versucht die Polizei gegenzusteuern.

Während der zurückliegenden zehn Jahre verdoppelte sich die Zahl der Einbrüche in den Siedlungsgebieten. 2015 wurden in Kaulsdorf und Mahlsdorf jeweils rund 100 Einbrüche in Einfamilienhäuser begangen. In den ersten Monaten dieses Jahres stieg die Zahl weiter, erklärte Torsten König, Präventionsbeauftragter des Abschnitts 63, auf einer Bürgerversammlung des CDU-Kreisvorsitzenden und Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja.

„Im Vergleich zu den Einbrüchen ist die Zahl anderer schwerer Delikte wie Raub oder Körperverletzung verschwindend gering“, sagte König. Leider sei die Aufklärungsrate bei Einbrüchen in ganz Berlin gering. Sie liegt bei nur rund 7,5 Prozent, bundesweit dagegen bei 15 Prozent.

„Die gute Nachricht ist, dass längst nicht alle Einbruchsversuche erfolgreich verlaufen“, erklärte Jens Fritsch von der Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamtes. Rund die Hälfte aller Versuche scheiterten. Präventionsmaßnahmen von Hausbesitzern lohnten sich also. Meist geben die Einbrecher nach wenigen Minuten auf, wenn eine Tür oder ein Fenster nicht leicht zu öffnen ist.

Anwohner berichteten auf der Veranstaltung im Hotel "Am Niederfeld" von Fällen, bei denen die Polizei erst über eine Stunde nach einem Einbruch am Tatort war. „Unsere Zielvorgabe ist zehn Minuten“, erklärte König. Es sei jedoch ein Unterschied, ob sich die Einbrecher noch am Tatort befänden oder schon wieder weg seien. Die Einsatzkräfte müssten mitunter Prioritäten setzen.

Wohl auch, weil bei der Berliner Polizei in den zurückliegenden zehn Jahren rund 1800 Stellen gestrichen wurden. Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer. „In den nächsten Jahren werden rund 1000 neue Polizisten in Berlin eingestellt“, erklärte Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja. Das dauere jedoch, weil die Ausbildungszeit mindestens drei Jahre beträgt.

Der beste Schutz gegen Einbrüche sei indes Prävention, sagte Fritsch. Nachbarn in den Siedlungsgebieten sollten auf die Grundstücke der anderen ein Auge haben, wenn diese nicht zu Hause seien. Zudem sollten Hausbesitzer in Türen und Fenster investieren. Die Kriminalpolizeiliche Beratung Einbruchschutz der Berliner Polizei informiert dazu kostenlos an ihrem Sitz am Platz der Luftbrücke 5,  46 64 97 99 99. hari
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.