Einbruchszahlen verharren auf hohem Niveau

Marzahn-Hellersdorf. Die dunkle Jahreszeit hat begonnen und mit ihr nimmt leider auch die Zahl der Einbrüche wieder zu. Besonders betroffen sind die Siedlungsgebiete in Mahlsdorf und Kaulsdorf.

Insgesamt befinden sich rund 14 000 Einfamilienhäuser in dem Gebiet. Pro Jahr werden etwa 150 Einbrüche in Kaulsdorf und Mahlsdorf zur Anzeige gebracht. Jeder Hundertste Haushalt ist also in zwölf Monaten von einem Einbruch betroffen. Allein schon die Lage der Häuser hinter Zäunen und Büschen macht sie zu einem begehrten Ziel von Einbrechern. Unabhängig davon zählen die Siedlungsgebiete zu den einkommensstärksten in Berlin. Angesichts offener Grenzen gelangen die Täter ohne Probleme nach Berlin. Gerade bei den Einbrüchen in den Siedlungsgebieten sind die Täter in Banden aus vornehmlich Osteuropa gut organisiert.

Das erschwert die Aufklärung. Die Rate hat sich in den zurückliegenden Jahren kaum verändert. Sie liegt stets bei rund sechs Prozent. „Das klingt wenig, lässt sich aber angesichts unserer Lage kaum besser machen“, sagt ein Ermittlungsbeamter des Abschnitts. Einbruchdiebstahl stand somit kürzlich im Mittelpunkt eines Besuchs des Abschnitts 63 von Innensenator Frank Henkel (CDU). Die Beamten erklärten Henkel, dass zur Bekämpfung der Einbrüche mehr Personal nötig sei. Personell seien die Abschnitte ohnehin durch zusätzliche Einsätze wie Staatsempfänge oder Demonstrationen ausgelaugt. Frank Henkel verwies darauf, dass ab 2016/2017 das Land Berlin 220 zusätzliche Stellen für die Berliner Polizei schaffe. Wie viele Stellen davon auf den Abschnitt 63 entfallen, ist unbekannt.

Auf jeden Fall steht die Polizei ohne die Mithilfe der Bevölkerung auf verlorenem Posten. Wichtig ist in den Augen der Verbrechensbekämpfer eine gute Sicherung von Türen und Fenstern genauso wie der Gemeinschaftssinn. „Die Nachbarn sollten füreinander Augen und Ohren offenhalten und verdächtige Vorgänge oder Personen der Polizei melden“, sagt der Ermittlungsbeamte.

Er empfiehlt zudem den direkten Anruf unter  46 64 66 37 00 als die Notrufnummer 110. „Dann kommen die Beamten schneller“, sagt er. hari
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