Mit Grünem Hahn zum Erfolg: Evangelische Kirchengemeinde schont die Natur

Kita-Erziehering Christine Raitel erklärt Karl, Ophelia, Lara und Eric in der evangelischen Kita Kaulsdorf die Mülltrennung. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Die evangelische Gemeinde Kaulsdorf wird grün. Sie erhielt den Umweltpreis des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg.

Die Gemeinde belegte sogar beim diesjährigen Wettbewerb um den Ökumenischen Umweltpreis den ersten Platz. Ihr wurden seitens der Jury 1000 Euro zugesprochen. Diese würdigte damit die Bemühungen und Pläne der Gemeinde in Kaulsdorf, ein effizientes Umweltmanagementsystem zu schaffen.

Das Stichwort hierfür ist „Grüner Hahn“. Damit benennt die Kirche diese neue Art ihrer Gemeinden, mit der Umwelt sorgsam umzugehen und dabei Ressourcen und Kosten zu sparen. Der „Grüne Hahn“ ist hierfür das Qualitätssiegel.

Unter diesem Namen wird das Projekt Umweltmanagement in der Gemeinde systematisch vorangetrieben. Verantwortlich ist der Gemeindekirchenrat, vertreten durch den Vorsitzenden Henning Schröder. Der Physiker arbeitet auch in der Arbeitsgruppe mit, die den Gemeinderat berät und Vorschläge für einzelne Maßnahmen macht.

„Vieles befindet sich noch im Anfangsstadium, aber wir haben einen Plan“, sagt Schröder. Als erstes habe die Gemeinde eine Bestandsaufnahme gemacht, beispielsweise wo welche Art von Energie verwendet wird und was das jeweils kostet. Man sei Gebäude für Gebäude, Raum für Raum durchgegangen und habe nach Möglichkeiten gesucht, die Emission von Schadstoffen zu verringern.

Im zweiten Schritt habe die Arbeitsgruppe danach geschaut, wo die verbrauchten Ressourcen herkommen. So wurde die gesamte Beschaffung von Materialien und Mitteln für die Gemeindearbeit durchforstet. Selbst der Kaffee für die Kirchenratssitzungen werde inzwischen über eine Firma für fairen Handel direkt von Herstellern aus der Dritten Welt gekauft.

Als nächstes habe der Kirchenrat einen umfassenden Plan gemacht, um alle Bereiche in der Gemeinde mit dem „Grünen Hahn“ zu durchdringen. Eine Konsequenz sei der Wechsel zu einem Ökostromanbieter im vergangenen Jahr gewesen.

Hierzu gehöre auch, in allen Bereichen mehr auf Biodiversität zu achten. Beispielsweise wurden im Garten der Gemeindekita neue Bäume mit alten, wertvollen Obstsorten gepflanzt.

Eine Entscheidung über die Verwendung der 1000 Euro aus dem Umweltpreis ist noch nicht gefallen. „Das findet sich aber bestimmt. Wir haben noch viel vor“, erklärt Schröder. hari
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