Achard-Grundschule: Gefahr von oben

Nach der Sporthalle müssen auch die beiden anderen Dachkonstruktionen auf dem Gebäude der Achard-Grundschule saniert werden. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Die Schäden an der Achard-Grundschule sind viel größer als bisher angenommen. Anfang 2012 begann die Sanierung der Sporthalle. Sie sollte bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Im Zuge der Sanierung stellten Gutachter dann allerdings fest, dass auch das Dach der Sporhalle sowie die beiden Dächer der Schulgebäude in der Adolfstraße saniert werden müssen.

Zunächst wurde die Turnhalle Anfang dieses Jahres erst einmal gesperrt. Bis zum Schuljahresende fand darauhin der Sportunterricht in einem großen Gymnastikraum in der Schule statt. Der Raum wurde jedoch wegen gestiegener Schülerzahlen als Klassenraum benötigt. Seit Schuljahresbeginn nutzt die Schule daher die Sporthalle der ehemaligen Elsengrund-Schule.

Die beiden Dächer auf dem Schulgebäude waren bereits in den 90er-Jahren einmal wegen Holzbockbefalls saniert worden. Dabei wurden an den Dachträgern des Gebäudes die Auflagen für die Dachbalken verkürzt. Laut dem nun aktuellen Gutachten halten die beiden Dachkonstruktionen keine größeren Belastungen aus.

Eine Sanierung aller drei Dachteile würde insgesamt rund 2,5 Millionen Euro kosten. Eine derart hohe Summe kann der Bezirk momentan gar nicht aus seinem Haushalt finanzieren.

Außerdem hält Immobilienstadtrat Stefan Richter (SPD) eine Sanierung für wenig sinnvoll. "Da macht es mehr Sinn, gleich ein neues Dach auf die Schule zu setzen", sagt Richter. Das Bezirksamt hat zudem noch andere Dächer von Schulen im Bezirk zu sanieren, beispielsweise das der Ulmen-Grundschule oder der Mahlsdorfer Grundschule. Richter hofft, dass sich im nächsten oder übernächsten Jahr Mittel aus dem Schul-und Sportstättensanierungsprogramm des Senats für die Dachsanierung an der Achard-Grundschule nutzen lassen.

Um die Schule nicht schließen zu müssen, schlägt das Bauamt vor, die Dachkonstruktionen mit zusätzlichen Stützen zu versehen. "Eine größere Schneelast würde das Dach möglicherweise nicht aushalten", sagt Richter. Die Kosten betragen rund 150 000 Euro. Diese Summe müsste das Bezirksamt noch vor dem Winter bereitstellen. Richter ist optimistisch das Geld rechtzeitig beschaffen zu können.


Harald Ritter / hari
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