Gedenktafel für Heinrich Grüber: Schilkin spendet 750 Euro

Kaulsdorf. Die Restaurierung der Grüber-Gedenktafel rückt in greifbare Nähe. Dank einer Spende der Firma Schilkin fehlen jetzt nur noch 750 Euro.

Die Gedenktafel an der Umfassungsmauer der Jesus-Kirche wurde 1997 auf Antrag des Bezirksamts angebracht. Sie ist im Januar dieses Jahres durch einen Steinwurf schwer beschädigt worden. Die evangelische Kirchengemeinde Kaulsdorf und der Heimatverein des Bezirks wandten sich daraufhin mit einem Spendenanruf an die Öffentlichkeit. In den zurückliegenden Monaten sind bereits rund 1300 Euro an Spenden über den Heimatverein eingegangen.Die Wiederherstellung der Tafel kostet aber zwischen 2600 und 3000 Euro. Auch Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke) bittet erneut um Spenden für die Erneuerung der Gedenktafel. Gleichzeitig beklagt sie den zunehmenden Vandalismus im Bezirk, der solche Gedenkorte oder Kunstdenkmäler betrifft. Das Land und der Bezirk seien finanziell nicht in der Lage, bei Beschädigungen für Ersatz zu sorgen.

Der Theologe Heinrich Grüber (1891-1975)war von 1934 bis 1945 evangelischer Gemeindepfarrer in Kaulsdorf. Grüber hat während der Nazizeit zahlreichen jüdischen Christen das Leben gerettet, indem er ihnen zur Ausreise aus Deutschland verhalf.

Wer auch spenden möchte, wendet sich per E-Mail an Rainer Rau vom Heimatverein: r.u.a.rau@t-online.de.

Harald Ritter / hari
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