Grüber-Gedenktafel kann restauriert werden

Der Pastor und Theologe Heinrich Grüber (1891-1975) war von 1934 bis 1945 evangelischer Gemeindepfarrer in Kaulsdorf. (Foto: privat)

Kaulsdorf. Die Gedenktafel für Heinrich Grüber kann restauriert werden. Kurz vor Weihnachten sicherte die Gasag die noch fehlende Summe von 750 Euro als Spende zu.

Die Tafel an der Umfassungsmauer der Jesus-Kirche erinnert an den Theologen Heinrich Grüber (1891-1975). Er war von 1934 bis 1945 evangelischer Gemeindepfarrer in Kaulsdorf. Während der Nazizeit hat er jüdischen Christen das Leben gerettet, indem er ihnen zur Ausreise aus Deutschland verhalf. Die Tafel war vor einem Jahr schwer beschädigt worden. Die Wiederherstellung kostet zwischen 2600 und 3000 Euro. Die evangelische Kirchengemeinde Kaulsdorf, der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf sowie Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke) hatten nach der Zerstörung der Tafel zu Spenden aufgerufen. Witt war es auch, die sich persönlich Anfang Dezember mit der Bitte um eine Spende an das Unternehmen gewandt hatte. Witt: "Die schnelle und unkomplizierte Entscheidung der GASAG ist ein gutes Signal, dass sich Engagement lohnt und es weiterhin Unterstützer gibt, die mit uns ein Zeichen setzen gegen Zerstörungswut und Vandalismus im Bezirk setzen."

Sie regte an, über einen neuen Standort für die Tafel nachzudenken. Sie wolle darüber mit der Kirchengemeinde reden. Generell aber sollten Denkzeichen und Gedenkorte deutlich sichtbar aufgestellt werden, um zum Nachdenken anzuregen und Kommunikation zu ermöglichen.

Neben der GASAG hatten sich auch die Schilkin-Stiftung und der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf und viele Bürgerinnen und Bürger an der Spendenaktion beteiligt.


Christian Sell / csell
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