Anwohner klagen über Rücksichtslosigkeit der Busfahrer der Linie 108

Die Zimmermannstraßenbrücke wird bis zum Herbst neu gebaut. Die Busse der Linie 108 werden über Nebenstraßen umgeleitet – zum Ärger manches Anwohners. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Seit Mai 2015 ist die Brücke über die Wuhle zwischen Lindenstraße und Zimmermannstraße gesperrt. Die Umleitung der Busse der Linie 108 erfolgt sehr zum Ärger von Anwohnern durch das Wohngebiet.

Die Zimmermannstraßenbrücke verbindet Biesdorf und Kaulsdorf. Aufgrund von schweren Schäden am Bauwerk wird sie durch eine 1,3 Millionen Euro teure neue Brücke ersetzt. Anfang Mai 2015 wurde die Brücke geschlossen und abgerissen. An der neuen Brücke wird derzeit gebaut. Fußgänger und Radfahrer können die Wuhle seither über eine behelfsmäßige Brücke überqueren. Die Umleitung des Autoverkehrs erfolgt über die Heerstraße. Die Busse der Linie 108 werden über die Straße An der Wuhle und die Straße Am Birkenwerder an der Baustelle vorbeigeführt.

Nach Beobachtungen der Anwohner halten sich die Busse in der Straße An der Wuhle selten an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30. Auf einem Teilstück der sehr schmalen Straße begegnen sich sogar manchmal die Busse. Einer der Busse müsste anhalten, um den anderen vorbeizulassen. „Viele Busfahrer machen das nicht, sondern überfahren den Straßenrand“, sagt ein Anwohner. Der Straßenrand besteht zumeist aus Rasen- oder Sandflächen. Manchmal haben Anlieger sie auch liebevoll gepflegt und bepflanzt.

„Unsere Fahrer sind angewiesen, über den Nahverkehrsfunk den jeweiligen Standort abzugleichen, um Begegnungen an den Engstellen zu vermeiden“, sagt BVG-Pressesprecher Markus Falkner. Die BVG werde die Fahrer aber nochmals darauf hinweisen. Das Bezirksamt hatte die BVG gebeten, die Umleitungsstrecke nicht durch die Nebenstraßen zu führen. „Die BVG lehnte dies strikt ab. Der Weg für Fahrgäste aus dem Siedlungsgebiet zu den Bushaltestellen wäre zu weit gewesen“, erklärt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Er geht davon aus, dass die BVG entstandene Schäden an der Straße reparieren werde. Dies sei gängige Praxis. hari
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