Michael Sommer und der Vorstand sorgen für frischen Wind im Gutspark

Kladow. Frischen Wind in die Zukunft des Gutsparks Neukladow an der Neukladower Allee 9-12 will der seit März amtierende Vorstand der seit 2011 tätigen "Bürgerstiftung Gutspark Neukladow" bringen. Der wird nun vom ehemaligen DGB-Vorsitzenden Michael Sommer geleitet.

Neben dem in Kladow ansässigen Sommer gehören dem Vorstand Professorin Petra Kahlfeldt und Ingenieur Dr. Eckart Baum an. Letzteren schlug die CDU vor, SPD-Mitglied Sommer wurde von Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) um sein Engagement gebeten. "Ich lege großen Wert auf die überparteiliche Zusammensetzung des Stiftungsvorstands und sehe meine Mitarbeit nicht parteipolitisch sondern als bürgerschaftliches Engagement für den Bezirk", betont Sommer.

Ziel der Stiftung, die derzeit über 84 500 Euro Kapital verfügt, ist der Erhalt des Parks für die internationale Öffentlichkeit. Die historische Bausubstanz soll wieder hergestellt werden. Sommer stellt sich eine Nutzung des Areals für kulturelle und öffentliche Zwecke sowie für internationale Begegnungen vor. "Wir wollen gemäß Stiftungsauftrag dort vor allem internationale Jugendbegegnungen ermöglichen", so Sommer.

"Um dieses Ziel zu erreichen, hat der neue Vorstand zunächst die Zuständigkeit der am Projekt Gutspark Beteiligten geklärt", sagt der Vorstandsvorsitzende. Zu denen gehören außer der Bürgerstiftung das Bezirksamt Spandau und die Betreibergesellschaft "Kulturpark im Gutspark Neukladow". Zwischen den Partnern wurden nun zwei Pachtverträge geschlossen.

Der Vertrag zwischen Stiftung und Bezirksamt regelt die Nutzungsrechte des Geländes. Der Stiftung stehen beide Torhäuser, die Zuwegung zum Plateau sowie dessen Nutzung und die der dort stehenden Häuser zu. Das Restgelände verbleibt beim Bezirk. Ein zweiter Vertrag regelt das Verhältnis zwischen Stiftung und Betreibergesellschaft. Alle Überschüsse aus deren Veranstaltungen gehen an die Stiftung und werden von der zur Erhaltung der Infrastruktur verwendet.

"Die laufenden Betriebskosten sowie die Unterhaltung sollen zudem aus dem Betrieb des einstigen Casinogebäudes finanziert werden", sagt Sommer. Für dessen Renovierung inklusive Bau eines Saals mit rund 200 Plätzen stellte die Lottostiftung dem Bezirk 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. "Zunächst muss dazu allerdings ein mit dem Senat und den Vorstellungen der Lottostiftung abgestimmtes Nutzungskonzept vorgelegt werden", sagt Michael Sommer. Ein Abstimmungstermin mit dem Senat sei für den 10. Juni vorgesehen.

In das Casino soll dann das jetzt im Gutshaus befindliche "Kulturpark-Café" ziehen. "Ich kann mir neben Kulturvorstellungen im Casino auch die Vergabe an gemeinnützige Einrichtungen wie Vereine zum Selbstkostenpreis vorstellen", schaut Sommer in die Zukunft. Um die Nutzung abzustimmen, werde es künftig alle zwei Monate einen Termin der Bürgerstiftung mit der Betreibergesellschaft geben.


Michael Uhde / Ud
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