Angelverein "Alte Fischwaidler" weiht Vereinsheim ein

Maik Korczak, Reiner Cravatzo, Eduard Michel, Oliver Korn und Olaf Beck (v. l.) vor ihrem neuen Vereinsheim. (Foto: Kiefert)

Kladow. Der Angelverein "Alte Fischwaidler" hat sein neues Vereinsheim am Groß Glienicker See, Verlängerte Uferpromenade 21, bezogen. Vier Jahre lang bauten und werkelten die Hobbyangler in ihrer Freizeit an dem Holzhaus. Am 24. August wurde es eingeweiht.

Es liegt direkt am Groß Glienicker See neben der Badewiese am "Seekrug". 21 handwerklich begabte Männer arbeiteten hier nach Feierabend und am Wochenende. "Vier Jahre lang waren wir hauptsächlich ein Bauverein. Das war schon ein hartes Stück Arbeit", sagt Olaf Beck, der erste Vorsitzende des Vereins. Doch das Ergebnis der mehr als 8000 Arbeitsstunden hat die Mühe gelohnt. Das gemütliche Vereinsheim, gebaut aus Stämmen nordischer Fichte, hat auf 120 Quadratmetern viel Platz für Sitzungen, Feiern und die zahllosen Angelutensilien. Draußen stehen zwei Räucheröfen, ein Fischputzplatz und ein Trinkwasserbrunnen.

Um ihr neues Haus hatten die Angler allerdings hartnäckig ringen müssen. 2009 musste der Verein sein altes, gut 200 Meter entferntes Grundstück verlassen. In Landeseigentum sollte es renaturiert werden und einen Uferweg erhalten. Für den Verein war die Nachricht aus dem Bezirksamt damals ein Schock. "Wir überlegten sogar, ob wir jetzt ganz aufhören", erinnert sich Olaf Beck. Denn es gab weder ein Alternativgrundstück noch genügend Geld in der Vereinskasse, um woanders neu anzufangen. Trotzdem entschieden die Angler weiterzumachen und es begannen zähe Verhandlungen mit dem Bezirksamt über einen neuen Stammsitz. Im Ergebnis konnte der Verein das jetzige Grundstück vom Bezirk pachten, verlor aber seinen Bootssteg und den direkten Wasserzugang. Peu à peu zogen die Angler dann um. "Das heißt, wir trugen das alte Haus ab und bauten es 200 Meter weiter wieder auf", erzählt Reiner Cravatzo, zweiter Vorstandschef der Fischwaidler und seit 45 Jahren dabei.

Den Umzug mit allem drum und dran finanzierte der Verein mit Fördermittel und ein zinsfreies Darlehn vom Deutschen Anglerverband (DAV) und dem Landessportbund Berlin sowie mit privaten Spenden.

Mittlerweile sind die Strapazen vergessen und das neue Haus bezogen. Zur Eröffnung am 24. August gab es ein großes Fest. "Das Wichtigste ist, dass es uns als selbstständigen Angelverein am Groß Glienicker See auch weiterhin gibt", sagt Olaf Beck. Der "Alte Fischwaidler" existiere immerhin seit 1965 in Kladow. Und auch der Groß Glienicker See bietet noch reichlich Raubfische für die Hobbyangler. Hier schwimmen Barsch, Hecht, Rotfeder, Plötze und Weißfisch.


Ulrike Kiefert / uk
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