Autofahrer kommen nur noch schleppend voran

Der Kladower Damm ist so marode, dass jetzt nur noch Tempo-30 gilt. (Foto: Michael Uhde)

Kladow. Was Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) im Verkehrsausschuss am 15. Januar andeutete, ist jetzt wahr geworden: Auf einem rund fünf Kilometer langen Abschnitt des Kladower Damms gilt nun eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Zwischen den Einmündungen des Groß-Glienicker Wegs und der Friedrich-Hanisch-Straße kann eine der beiden Verbindungen in den Spandauer Süden nur mit Tempo 30 befahren werden. Ein Ausweichen über die Potsdamer Chaussee ist nur bedingt möglich. Wollen Kraftfahrer von dort aus ins Kladower Zentrum, müssen sie wegen der bis mindestens Ende April geltenden Einbahnstraßenregelung auf dem Ritterfelddamm eine Umleitung von rund vier Kilometern in Kauf nehmen. Der Zeitgewinn tendiert damit gegen Null.Grund für die Tempo-30-Regelung ist der schlechte Zustand des Kladower Damms. "Aufgrund der anhaltenden winterlichen Witterung hat sich der Zustand der Fahrbahn in den letzten Wochen nachhaltig verschlechtert", sagt Röding. Zwar sei die Straße fortwährend mit Kalt- oder Gussasphalt ausgebessert worden. "Das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt sieht damit aber keine Möglichkeit mehr, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten", bedauert Röding. Um Beschädigungen von Fahrzeugen auszuschließen und die Gefahr weiterer Schäden zu minimieren, sehe sich der Bezirk gezwungen, eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer anzuordnen, so der Baustadtrat. Denn weitere Schäden am Kladower Damm hätten noch weitergehende Verkehrsbeschränkungen zur Folge.

Hoffnung auf eine schnelle Abhilfe der desolaten Straßensituation besteht nur bedingt. Falls die Verkehrslenkung Berlin zustimmt, stehen in diesem Jahr lediglich Haushaltsmittel für die zwingend erforderliche Sanierung der Straße in einem ersten Abschnitt von etwa 900 Metern Länge südlich des Groß-Glienicker Wegs bereit. "Die notwendige Grunderneuerung des gesamten Kladower Damms können wir aus den laufenden Mitteln der baulichen Unterhaltung nicht bezahlen", sagt Röding. Dies sei nur denkbar, wenn entsprechende Investitionsmittel im Bezirkshaushalt bereitgestellt würden.


Michael Uhde / Ud
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