"Intime Gartensituation" soll entstehen

Die derzeit noch sehr steril wirkende Wand soll den Landhausgarten vom Wasserwanderliegeplatz trennen. (Foto: Klausing)

Kladow. An die Zeit der Teilung Berlins fühlt sich der Kladower Jürgen Klausing derzeit im Spandauer Süden erinnert. "Dort errichtet das Landschaftsplanungsamt im Landhausgarten Dr. Max Fränkel am Lüdickeweg 1 eine Mauer, die doch sehr der einstigen Berliner Mauer ähnelt", sagt er.

"Diese Mauer ist der Abschluss des von Erwin Barth entworfenen landschaftlichen Gartenteils mit Teichanlage und Teehaus", erklärt Martina Behrens vom Landschaftsplanungsamt das auffällige Bauwerk. Sie sei ursprünglich als sogenannte "Prüßwand" aus Ziegeln zwischen Stahlprofilen errichtet worden und habe eine intime Gartensituation schaffen sollen. Im Laufe der Jahre sei diese Mauer marode geworden. In der Nähe des Sakrower Kirchwegs sei sie gar nicht mehr vorhanden gewesen. "In Abstimmung mit der Denkmalbehörde wurde aus Kostengründen für den Neubau nicht mehr Ziegelmaterial, sondern Kalkstein gewählt", erklärt Behrens. Die Steine würden allerdings noch rötlich gefärbt, sodass sie dann an das Erscheinungsbild des Ziegelmauerwerks erinnern würden. Außerdem werde sie mit Sträuchern verdeckt und mit Efeu berankt. Martina Behrens: "Die Mauer wird sich dann harmonisch in die Gartenanlage einfügen und ihren Zweck erfüllen: den intimen Landhausgarten vom Wasserwanderliegeplatz zu trennen."
Michael Uhde / Ud
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