Müll bleibt erstmal liegen: Größere Schranke könnte Kladower Problem lösen

Bei einem Vorort-Termin fanden Daniel Buchholz (rechts) und die Anwohner eine Lösung – sie muss nur noch bezahlt werden. (Foto: Christian Schindler)

Kladow. Seit einem guten Jahr haben die Anwohner von Fählmann- und Pfändnerweg ein Müllproblem: Dabei könnte eine Lösung für weniger als 1000 Euro zu haben sein.

Die Einmündung des Fählmannweges in den Pfändnerweg sieht oft alles andere als einladend aus: Immer wieder stapeln sich dort Müllsäcke. Wenn diese dann noch von Tieren aufgerissen werden, ergießt sich der Abfall auch mal auf die Fahrbahn.

Die Ursache liegt laut Entsorger Alba in den Vorschriften der Berufsgenossenschaft: Die Müll-Laster des Unternehmens dürfen maximal 150 Meter rückwärts fahren, und das auch nur, wenn der Fahrer und ein Einweiser ständigen Sichtkontakt haben. Die Sackgasse Fählmannweg ist aber knapp 600 Meter lang, eine sichere Wendemöglichkeit für große Fahrzeuge gibt es nicht. Deshalb vereinbarte Alba mit den Anwohnern, dass diese ihren Müll am Tag der Abholung bis zur Einmündung in den Pfändnerweg bringen – und zwar bis 6 Uhr morgens.

„Allein das ist den Menschen kaum zuzumuten“, sagt der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz, der auch Umweltexperte seiner Fraktion ist. Und auch die Anwohner sehen das offenbar so. Manchmal landet der Müll schon einen Tag vor der Abholung an der Kreuzung, oder auch erst dann, wenn das Müllauto schon wieder weg ist.

Mit 1000 Euro könnte allen geholfen sein

Dabei wäre das Problem leicht zu lösen. Am anderen Ende ist der Fählmannweg nur mit einer Schranke begrenzt. Eine dortige Eigentümergemeinschaft hatte sie errichtet, um illegalen Durchgangsverkehr wirksam zu verhindern. Würde sich die Schranke für die Müllwagen öffnen lassen, wäre das Problem gelöst. Sie müsste nur ein wenig vergrößert werden. Alba hat dafür schon eine Kostenschätzung vorgenommen: Die Veränderung wäre für knapp unter 1000 Euro zu haben.

Soweit das Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Alba und Anwohnern, die Buchholz organisiert hat. Das Problem: Die Eigentümergemeinschaft, die über die Schranke verfügt, kann erst im kommenden Jahr rechtsverbindlich über die Kosten abstimmen. Anwohner des Fählmannwegs denken schon darüber nach, im Ablehnungsfall die Kosten selbst aufzubringen. CS
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