An mehreren Standorten im Bezirk sind Wohnbauten geplant

Das Projekt Wohnen am Campus in Adlershof ist bereits im Bau. (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Das Bevölkerungswachstum ist ungebrochen. Allein in den letzten fünf Jahren ist die Einwohnerzahl um 220 000 gestiegen. Die Wohnungsreserven sind aufgezehrt.

Berlin steht vor der großen Herausforderung, sehr schnell viele und vor allem preisgünstige Wohnungen zu bauen – und dabei eine lebenswerte Stadt zu bleiben. Um den akuten Bedarf zu decken, sind jedes Jahr 15 000 bis 20 000 Wohnungen notwendig.

An zwölf Standorten soll eine neue Heimat für insgesamt rund 100 000 Berliner entstehen. Der Bezirk Treptow-Köpenick ist mit zwei großen Standorten dabei.

Im Raum Adlershof und Johannisthal können in den nächsten Jahren bis zu 2500 Wohnungen gebaut werden. Dafür stehen rund 20 Hektar zur Verfügung. Mit dabei ist das bereits im Bau befindliche Projekt Wohnen am Campus am Rand des Wista-Areals. Hier bauen bereits private Unternehmen sowie kommunale Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften. Weitere kleinere Standorte befinden sich am Eisenhutweg und auf dem früheren Gelände von Berlin-Chemie in Johannisthal.

Auf vier Flächen mit insgesamt 50 Hektar im Raum Köpenick sollen bis zu 4500 Wohnungen entstehen. Die Standorte befinden sich auf einem früheren Bahngelände am Stellingdamm, in der Nähe der Salvador-Allende-Brücke sowie auf zwei Flächen an der Wendenschloßstraße. Hier wird auf dem Areal des früheren Funkwerks Köpenick und auf dem Gelände der Bolle-Meierei derzeit bereits Baurecht geschaffen.

Parallel zum Wohnungsbau soll die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Dazu gehören Kitas und Schulen sowie eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. In diesem Zusammenhang soll der Bau des Regionalbahnhofs Köpenick forciert werden.

Rund ein Drittel der Wohnungen sollen Sozialwohnungen werden. „Mischung heißt auch die Schaffung von Arbeitsplätzen", betont der für die Stadtentwicklung verantwortliche Senator Andreas Geisel (SPD) "Neben dem guten Zugang zum gesamtstädtischen Arbeitsmarkt ist lokales Gewerbe wichtig. Nicht nur der örtliche Bäcker – auch Büros, Dienstleistungen, spezialisierte Werkstätten oder auch Kunst und Kultur müssen sich dort ansiedeln. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir den Erdgeschossnutzungen. Dort spielt sich städtisches Leben ab." RD
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Ralph Compagnini aus Niederschöneweide | 10.05.2016 | 18:28  
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