Gießkannenpaten in der Altstadt gesucht

Beschmierter Blumenkübel an der Kietzer, Ecke Rosenstraße. (Foto: Steffi Bey)

Köpenick. Der Bezirk sucht Freiwillige für die Pflege der insgesamt 23 Blumenkübel in der Altstadt. Das Projekt läuft als Gießkannenpatenschaft.

Die robusten grauen Behälter sind über die gesamte Altstadt verteilt. Vor dem Rathaus stehen zwei, auf dem Schlossplatz sechs, auch an der Kietzer und der Rosenstraße einige und die meisten in der Grünstraße. In den ungefähr 1,50 Meter breiten Kübeln ist ausreichend Platz, um es darin abwechslungsreich blühen zu lassen.

Doch nicht alle Gefäße sehen wirklich gepflegt aus. Etliche sind beschmiert und in einigen dümpeln die Pflanzen vor sich hin. Das soll sich ändern. „In Vorbereitung der Ortsteilkonferenz im Juli entstand gemeinsam mit dem bezirklichen Straßen- und Grünflächenamt die Idee, gezielt Anwohner und Gewerbetreibende zur Pflege der Pflanzenbehälter aufzurufen“, sagt Regionalkoordinatorin Jacqueline Kreische.

Das Amt soll auch weiterhin für die Bestückung der Kübel sorgen, kann allerdings „aus Personalmangel keine bedarfsgerechte Pflege übernehmen“, wie Leiterin Ingrid Lehmann betont. In heißen Witterungsperioden müsse relativ häufig gewässert werden, was das Fachamt leider nicht leisten könne.

Künftig sollen Freiwillige die Pflanzen bei Bedarf gießen, Unkräuter beseitigen und eventuelle Beschädigungen an Blumen und Kübeln melden. „Die ehrenamtlichen Pfleger können, je nach Zeit und persönlichem Interesse, die Patenschaft über einen oder mehrere Gefäße übernehmen“, erklärt Regionalkoordinatorin Kreische.

Gibt es für mindestens drei viertel der dauerhaft in der Altstadt stehenden Behälter Paten, dann wird das Straßen- und Grünflächenamt ein Landschaftsplanungsbüro beauftragen, gemeinsam mit den Freiwilligen ein einheitliches Konzept zu entwickeln. Es soll dabei unter anderem um die Art der Erstbepflanzung gehen und um eine einheitliche Außengestaltung der Kübel. „Außerdem geben die Fachleute auch wichtige Pflegehinweise“, sagt Jacqueline Kreische.

Nach Auskunft der Bezirksamtsmitarbeiterin gibt bereits zwei Gewerbetreibende und einen Anwohner, die die Pflege übernommen haben. „Ich mache das schon jahrelang und brauchte dafür nicht erst einen Anstoß von außen“, sagt Renate Reich vom Mode-Eck Reich an der Grünstraße. Schließlich soll es vor ihrem Geschäft schön und ordentlich aussehen. Die Petunien, die fette Henne und den Buchsbaum finanzierte sie selbst und brachte die Pflanzen in die Erde. Und sie ließ „ihren“ Kübel auf eigene Kosten bekleben: mit einer tollen Schloss-Ansicht.

Auch die beiden Gefäße vor dem Rathaus wurden bereits mit Naturansichten verziert. „Eine gute Idee, dadurch schreckt man auf jeden Fall Beschmierer ab“, findet ein Bewohner. bey

Wer eine Gießpatenschaft übernehmen möchte, wendet sich an Jacqueline Kreische unter  902 97 22 04 oder schreibt eine Mail an jacqueline.kreische@ba-tk.berlin.de. Infos zu den Kübelstandorten unter www.berlin.de/tk-spk.
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