Neuer Uferweg zwischen Spindlersfeld und Bruno-Bürgel-Weg eröffnet

SPD-Abgeordneter Robert Schaddach, Anwohnerin Roswitha Kanther, Michael Kleineberg von der Bürgerinitiative Schöneweider Ufer und Matthias Tüxen vom Ortsverein Spindlersfeld (von links) geben den Uferweg symbolisch frei. (Foto: Ralf Drescher)

Köpenick. Oben donnert der Verkehr gleich über zwei Brücken, unten spazieren Anwohner aus Spindlersfeld jetzt auf kurzem Weg zum Wald auf dem Areal des ehemaligen Freibads Oberspree. Ein neuer Uferweg macht das möglich.

"Wir haben rund drei Jahre um diese 200 Meter gekämpft. Damit wird das Ufer der Spree auf einem weiteren Stück für Anwohner sicht- und erlebbar", freut sich Michael Kleineberg von der Bürgerinitiative Schöneweider Ufer.

Um den Weg unter den beiden Brücken möglich zu machen, mussten mehrere Partner mit ins Boot. Ein Motorbootverein musste auf einen Streifen Ufer verzichten, zwischen Bootsstegen und Vereinsgelände führt jetzt der öffentliche Weg. Dafür wurden zwei Zäune gesetzt, mit denen das Vereinsgelände abgeschlossen wird. Unter der Bahnbrücke, auf der Güter- und Regionalexpresszüge die Spree überqueren, mussten Wasserbauer sogar den Uferstreifen verbreitern.

Die rund 200 Meter Strecke haben 152 000 Euro gekostet, finanziert unter anderem durch Ausgleichsmittel der Deutschen Bahn vom Streckenausbau Berlin-Frankfurt/Oder.

"Das Geld ist aber gut angelegt. Ich kann jetzt von Spindlersfeld auf kurzem Weg mit meinem Hund bis zum kleinen Wäldchen am Bruno-Bürgel-Weg laufen, ohne eine Straße überqueren zu müssen", freut sich Anwohnerin Ilona Kühl.

Nicht überall ist ein öffentlicher Uferweg möglich. Vom Britzer Zweigkanal bis zur Wilhelm-Spindler-Brücke gibt es 5,3 Kilometer Uferstreifen. Ein Weg wurde bisher auf rund 1,5 Kilometern realisiert. Auf der anderen Spreeseite in Oberschöneweide - zwischen Rundfunkareal bis zur Wuhlemündung - fällt die Rechnung noch bescheidener aus. Hier gibt es 7,2 Kilometer Uferkante, davon sind bisher nur 1,9 Kilometer zugänglich. Nicht zugänglich sind unter anderem Firmengelände wie das frühere Samsung-Areal und das Kabelwerk Oberspree. In diesen Bereichen könnte der Bezirk nur mit dem Aufstellen eines Bebauungsplans und einer Enteignung einen Uferweg durchsetzen.


Ralf Drescher / RD
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