Nun starten gleich mehrere Wohnungsprojekte

Treptow-Köpenick. Der 13. Oktober steht seit Wochen im Terminkalender von Senator Michael Müller (SPD). Dann wird das für Stadtentwicklung zuständige Senatsmitglied wieder einmal im Bezirk einen Grundstein legen.

Müller und der Vorstand der Charlottenburger Baugenossenschaft starten an diesem Tag ein 25-Millionen-Euro-Projekt am Campus in Adlershof. Dort entstehen bis Anfang 2016 rund 120 Wohnungen.

Das ist derzeit kein Einzelfall im Bezirk, Bürgermeister Oliver Igel (SPD) und Senatsmitglieder sind mehrmals im Monat bei ersten Spatenstichen, Grundsteinlegungen oder Richtfesten für neue Wohnungen dabei. In Adlershof wird seit Mitte September auf den Grundstücken Dörpfeldstraße 1, 3 und 5 gebaut. Das war bisher ein Schandfleck mit ein paar Imbissbuden. Nun entstehen hier gleich mehrere Gebäude mit rund 150 Wohnungen sowie einer Tagespflege für Senioren. Es werden über 13 Millionen Euro investiert.

Und auch im Bereich des Wissenschaftsstandorts Adlershof wird weiter Wohnungsbau betrieben. Für den Bereich Abram-Joffe-Straße/Newtonstraße hat ein privater Bauherr Mitte September einen Bauantrag eingereicht. Er plant die Herstellung von drei Wohngebäuden mit 39 Wohnungen. In diesem Bereich entstehen nicht nur hochpreisige Wohnungen. Auch die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Degewo und Stadt und Land beginnen in den nächsten Monaten mit Projekten. Das Studentendorf Adlershof mit seinen 380 Wohnungen ist bereits fertig, die Vermietung hat begonnen. Noch im Oktober beziehen die ersten Studenten ihre kleinen, möblierten eigenen vier Wände. Bis 2017 sollen allein in der Wissenschaftsstadt Adlershof 1700 Wohnungen entstehen.

Seit rund einem Jahr boomt der Wohnungsbau in Berlin. Um die Wohnungsnot wirksam zu bekämpfen, sollen bis 2020 insgesamt 40 000 neue Wohnungen entstehen. Eine Studie des Stadtentwicklungsamts Treptow-Köpenick sieht in diesem Zeitraum Potenzial für 10 000 Wohnungen.

Treptow-Köpenick gehört zu den wenigen Bezirken mit ständig steigender Bevölkerungszahl. Lebten dort im Jahr 1995 noch 215 000 Einwohner, waren es Ende 2013 bereits 244 000.


Ralf Drescher / RD
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