Wasserstadt hält Winterruhe

Blickfang vom Wasser aus: Die SpindlerTowers und der sanierte Ringbau. (Foto: Metropole Marketing GmbH)

Köpenick. Im August wurde der städtebauliche Vertrag für die Wasserstadt Spindlersfeld notariell besiegelt. Seither hat sich auf dem 100 Hektar großen Areal kaum etwas getan.

Die Baupläne des Großprojektes wurden im Rathaus Köpenick noch immer nicht öffentlich ausgelegt. Folglich gibt es auch keine Baugenehmigung für das Gelände. Personalmangel und parallel laufende Bauvorhaben würden das Prozedere verzögern, heißt es vom Stadtentwicklungsamt: „Derzeit werden 24 Bebauungspläne gleichzeitig mit hoher Priorität bearbeitet“, erklärt Leiterin Ulrike Zeidler. Insgesamt gebe es im Bezirk 120 laufende Vorhaben. Hinzu käme, dass weitere Fachfragen geklärt werden müssten. Noch ist das Gelände des ehemaligen VEB Rewatex an der Ernst-Grube-Straße Gewerbegebiet. „Für den Ringbau und die Freiflächen am Ufer der Spree muss erst einmal Baurecht geschaffen werden“, so Zeidler.

Die für das Gelände zuständige Vermarktungsgesellschaft Metropole Marketing GmbH muss sich also in Geduld üben. „Momentan werden auf dem Gelände die denkmalgeschützten Gebäude entkernt und trockengelegt“, sagt Marketingleiter Manfred Hartwig. Mit einem Baubeginn rechne er erst im Frühjahr 2016.

„Doch solange die Öffentlichkeit nicht beteiligt wurde, gibt es keine Baugenehmigung“, sagt Zeidler. Wann das genau sein wird, ist derzeit ungewiss: „Im Winter wird es eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben.“ Sollten die Köpenicker den Plänen widersprechen, bedeute das weitere Verzögerungen, denn der Bebauungsplan müsste überarbeitet werden. Zeidler selbst ist auch nicht glücklich darüber: „Ein weiterer Winter ist Gift für die leerstehenden Gebäude.“ Es bleibt also abzuwarten, ob das Bauvorhaben im Frühjahr des kommenden Jahres beginnen kann.

Geht es nach den bisherigen Plänen für die Wasserstadt Spindlersfeld, entstehen auf dem Gelände acht Neubauten mit Tiefgarage und exklusiver Ausstattung. Die ehemalige Druckerei und Lagerhalle werden zu Galeriewohnungen mit einer Größe von 70 bis 160 Quadratmetern ausgebaut. Insgesamt sollen in den denkmalgeschützten Fabrikgebäuden und den geplanten Townhäusern, Stadtvillen und Lofts rund 770 Wohnungen entstehen.

Der Uferweg selbst soll aber weiterhin für die Allgemeinheit zugänglich sein. JK
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