Musizieren wie die alten Ägypter: Joseph-Schmidt-Musikschule bietet jetzt Harfenunterricht an

Harfenspiel bedeutet Schwerstarbeit – vor allem für die Finger der Harfenistin. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Joseph-Schmidt-Musikschule |

Köpenick. An der bezirklichen Joseph-Schmidt-Musikschule können Kinder und Erwachsene Klavier, Trompete, Gitarre und viele andere Instrumente erlernen. Seit Kurzem steht auch die Ausbildung an der Harfe auf dem Programm.

Weil eine gute Konzertharfe rund 25 000 bis 50 000 Euro kostet, ist das Interesse bisher gering. Nur wenige kommunale Musikschulen in Deutschland haben die Harfe in ihrem Programm. Im Bezirk wagt man jetzt das Experiment. „Wir haben uns für die Ausbildung an der keltischen Hakenharfe entschieden. Die kostet in etwa so viel wie ein einfaches Klavier, da ist die Hemmschwelle nicht so hoch“, hofft Axel Behm, Fachbereichsleiter für Zupfinstrumente der Joseph-Schmidt-Musikschule.

Das Harfenspiel erlernen kann man bereits mit sechs Jahren, versichert Jessyca Flemming, die das Instrument unterrichtet. Die Adlershoferin hat selbst mit sechs Jahren mit dem Klavierunterricht begonnen und bereits ein Jahr später zur Harfe gewechselt. 2001 gewann sie ihren ersten Preis bei „Jugend musiziert“, es folgten internationale Preise bei Wettbewerben 2005, 2008, 20011, 2012 und 2014. Gemeinsam mit ihrer Mutter Dagmar Flemming, einer der bekanntesten deutschen Harfenistinnen, spielt Jessyca im Duo „Saitenzauber“.

„Um das Harfenspiel zu erlernen, braucht man eigentlich keine speziellen Voraussetzungen, nur Liebe zur Musik“, sagt Jessyca Flemming.

In diesen Tagen hatte sie zum Familienkonzert in den Manfred-Schmitz-Saal der Musikschule eingeladen. Rund 50 Besucher lauschten andächtig, darunter viele Eltern mit ihren Kindern.

Die Harfe gehört übrigens zu den ältesten Musikinstrumenten weltweit. Schon die Ägypter lauschten vor rund 5000 Jahren ihren Klängen. Und in der Republik Irland ist die Harfe sogar Staatssymbol.

Auskünfte zur Harfenausbildung erteilt Fachgruppenleiter Axel Behm unter  902 97 38 35, Nachfragen auch unter bund@ba-tk.berlin.de RD
https://youtu.be/FttEDXEQWoY
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