Schüler des Treptow-Kollegs betätigen sich als Holzbildhauer

Kevin Hempel und Peggy Kirchner bei der Arbeit an einer Biberplastik. (Foto: Ralf Drescher)

Baumschulenweg. Mitte Juni ertönt in einer Ecke des Schulgeländes des Treptow-Kollegs an der Kiefholzstraße regelmäßiges Klopfen, beim Näherkommen riecht es nach frisch bearbeitetem Holz. Hier sind Schüler der Erwachsenenbildungseinrichtung gerade als Holzbildhauer tätig.

Zu der Gruppe von 13 Schülern gehören auch Peggy Kirchner (34) und Kevin Hempel (28). Die jungen Leute haben sich im Rahmen des Leistungskurses Kunst für den Bildhauerworkshop gemeldet. „Ich male gern mit Öl und Acryl, das hier ist meine erste Bildhauerarbeit. Ich würde gern öfter zu Schlegel und Stechbeitel greifen“, sagt Kevin Hempel. Und auch Peggy Kirchner ist begeistert: „Da mir die Arbeit mit Holz gut von der Hand geht, würde ich auch Plastiken aus Ton oder Marmor probieren wollen.“

Innerhalb einer Woche fertigen die Schüler vier Biberplastiken und mehrere Hinweisschilder an. Diese werden in diesen Tagen im Freilandlabor Kaniswall am Stadtrand hinter Müggelheim aufgestellt. Dort leisten die hölzernen Nager dann einer Rotte Wildschweine und mehreren Fischen Gesellschaft, die schon bei früheren Bildhauerworkshops für die naturnahe Bildungseinrichtung des Bezirks angefertigt wurden.

Geleitet hat die Workshops der Holzbildhauer Christoph Gramberg. In der Arbeit mit Schülern aller Altersklassen hat er gute Erfahrungen gemacht. "Es ist natürlich für Anfänger nicht leicht, Holz zu bearbeiten. Was einmal weg geschlagen ist, ist eben weg. Da trauen sich einige Kursteilnehmer am Anfang nicht tief ins Holz hinein. Bei der Arbeit mit Werkzeugen sind die Treptow-Kolleg-Schüler aber sehr souverän. Man merkt, dass sie bereits Heimwerkererfahrung oder gar berufliche Kenntnisse beim Umgang damit haben“, berichtet Christoph Gramberg.

Die fertigen Biberplastiken werden nicht zusätzlich mit Lasur oder Farbe konserviert. Das 150 Jahre alte Eichenholz soll die natürliche Färbung behalten. „Wir überlegen aber, ob wir Augen und Zähne der Biber farblich untersetzen“, sagt Christoph Gramberg. RD
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