Spaziergang: Archäologe zeigt historische Funde

Archäologe Gunnar Nath mit Bodenfunden aus dem Keller der früheren Kneipe "Zur Marktbörse". (Foto: Ralf Drescher)

Köpenick. Köpenick wurde erstmals 1210 urkundlich erwähnt, das 800. Jubiläum vor vier Jahren zünftig gefeiert. Noch heute gibt es archäologische Spuren aus der Gründungszeit zu entdecken.

Der Archäologe Gunnar Nath vom Landesdenkmalamt hat seit 1993 zahlreiche Reste des alten Köpenicks ausgegraben, vor allem in der Altstadt und auf der Schlossinsel. 1995 hatte Nath das bisher älteste Haus aus dem Jahr 1215 entdeckt, auf einem Grundstück unmittelbar neben dem Rathaus.

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule bietet er jetzt einen archäologischen Rundgang durch das alte Köpenick an. Am 4. Mai findet die gut zweistündige Führung statt. "Wir besichtigen die Schlossinsel, auf der wir unter anderem Spuren des früheren Renaissanceschlosses gefunden haben. Im Keller von Schloss Köpenick zeigen wir Bodenfunde und die Fundamente des ehemaligen Paradiesturms vom Schlossvorgänger", verspricht Gunnar Nath. Ebenso gezeigt wird der Standort des vor 40 Jahren abgerissenen historischen Lokals "Zur Marktbörse", wo sich vor dem Bau der Mittelpunktbibliothek die Archäologen ebenfalls in die Geschichte Köpenicks gruben. Ein Besuch im Museum, in dem ein Teil der Funde ausgestellt ist, beschließt den Rundgang.

Die Führung "Archäologische Funde in Köpenick" beginnt am Sonntag, 4. Mai, um 13 Uhr am Zugang zur Schlossinsel. Die Teilnahme kostet drei Euro.

Anmeldung an der Volkshochschule (Kurs TK-1206-F) erforderlich unter 902 97 40 55.

Ralf Drescher / RD
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