Boote bleiben oft am Steg: Jedes Polizeiboot fällt im Schnitt 111 Tage im Jahr aus

Berliner Polizeiboot auf Streifenfahrt über die Müggelspree bei Rahnsdorf. (Foto: Ralf Drescher)

Baumschulenweg. Wundern Sie sich auch, warum Sie selbst im Sommer nur selten eines der blauen Boote der Wasserschutzpolizei auf Spree und Dahme sehen? Vielleicht waren die Boote der Wache in Baumschulenweg gerade nicht seeklar.

Die 16 Boote der Berliner Wasserschutzpolizei fallen nämlich im Durchschnitt 111 Tage pro Jahr aus. Das wurde jetzt durch eine Anfrage des SPD-Innenexperten Tom Schreiber im Berliner Abgeordnetenhaus bekannt. Schreiber, der für Treptow-Köpenick im Abgeordnetenhaus sitzt, hatte nach Personal- und Technikausstattung der Wasserschutzpolizei gefragt. Diese betreibt an insgesamt drei Wachen 16 Streifenboote, zum Bereich gehören 184 Beamte und zwei angestellte Mitarbeiter. Derzeit wird auch eine Modernisierung der rund 30 Jahre alten Flotte geplant. Für Umbau und Instandsetzung stehen in den nächsten fünf Jahren rund 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Wie Staatssekretär Torsten Akmann dem Abgeordneten mitteilt, ist außerdem bis 2027 die Neuanschaffung von zwölf Polizeibooten geplant, dafür sind 14 Millionen Euro veranschlagt.

„Das dauert mir viel zu lange. Wir sollten die Neuanschaffung der Boote vorziehen. Das wäre zum Beispiel im Rahmen des Sondervermögens Infrastruktur der wachsenden Stadt SIWANA (ehemals SIWA) möglich. Dann könnten wir 2021 bereits eine moderne Polizeibootflotte haben, die nicht jeden dritten Tag am Steg bleiben muss“, sagt Tom Schreiber auf Nachfrage. RD
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