Hauptmann soll Kulturerbe werden: Stiftung spendet 5000 Euro

Albrecht Schwabe, Jürgen Hilbrecht, Niels Korte und Monika Grütters, eingerahmt von zwei Gardisten. (Foto: Verein)

Köpenick. Der Hauptmann von Köpenick soll zum immateriellen Kulturerbe werden. Einen entsprechenden Antrag will der Verein Kulturerbe Köpenicker Hauptmann-Geschichte bei der Deutschen Unesco-Kommission einreichen.

In diesem Zusammenhang gelang es dem Vereinsvorsitzenden Niels Korte, eine Spende von 5000 Euro vom von Rohdich’schen Legatenfonds für Hauptmanndarsteller Jürgen Hilbrecht und die Hauptmanngarde zu erhalten. Damit soll die Tourismusarbeit zu diesem Thema im Bezirk mittelfristig gesichert werden.

Zur Übergabe des Schecks besuchte Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Hauptmann am Köpenicker Rathaus. „Wir können Denkmäler erhalten – draußen mit Denkmalschutzgeldern – und das tun wir in großem Umfang. Viel schwieriger ist es natürlich, Dinge am Leben und im Bewusstsein zu erhalten, die nicht in Stein gemeißelt sind“, so Grütters.

Historische Pointe: Der von Rohdich’sche Legatenfonds wurde schon 1796 durch Friedrich Wilhelm von Rohdich gegründet, um die Tradition des preußischen Ersten Garderegiments zu Fuß zu pflegen und sozialen Zwecken und dem Heimatgedanken zu dienen. Der Uniform dieses Garderegiments bediente sich 1906 Friedrich Wilhelm Voigt für seinen Coup im Köpenicker Rathaus. Der Stiftungsvorsitzende Albrecht Schwabe machte deutlich, dass der Legatenfonds gern hilft und dem Hauptmann jegliche Amtsanmaßung verzeiht. sim
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