Heimatverein will den ersten bekannten Einwohner ehren

Auf dieser Gedenkmünze zum 800. Jubiläum Köpenicks ist Fürst Jacza abgebildet. (Foto: Ralf Drescher)

Köpenick. Wer über die Schlossinsel spaziert, weiß bestimmt nicht, wie es hier vor rund 850 Jahren ausgesehen hat. Damals stand hier eine Burg, auf der residierte Slawenfürst Jacza von Köpenick.

Jacza ist der erste Köpenicker, der heute noch namentlich bekannt ist. Auf Münzen aus der Zeit um 1157 ist er als Jacza de Copnic verewigt. Jacza hatte zwar die Brandenburg an Albrecht den Bär verloren, blieb aber Herrscher in Köpenick. Nach einem Kreuzzug im Jahr 1162 fand Jacza seinen Lebensmittelpunkt im heutigen Polen.

"Jacza hat die Grundlagen für die spätere Stadt Köpenick gelegt. Damit sollte er als erster noch heute bekannter Köpenicker am Ort seines Wirkens geehrt werden", meint Stefan Förster, Vorsitzender des Heimatvereins Köpenick.

Das Denkmal soll in der Köpenicker Altstadt errichtet werden. Künstler, Handwerker oder kreative Bürger können sich an der Ideenfindung für das Denkmal beteiligen. Auf eine DIN A4-Seite sollten Entwurf und Skizze Platz finden, dazu eine Materialaufstellung und eine Kostenschätzung. Eine visuelle Darstellung des Denkmals wäre wünschenswert.

Wie Jacza wirklich ausgesehen hat, ist nicht sicher überliefert. Es gibt nur die Darstellung auf den bereits erwähnten Münzen von 1157, die auch für eine Gedenkmünze zum 800. Jubiläum Köpenicks im Jahr 2009 gewählt wurde, und ein Gemälde, entstanden in Krakau 600 Jahre nach seinem Tod.

Wer vor der Mitarbeit am Ideenwettbewerb mehr über Jacza wissen möchte, dem sei ein Dokumentarfilm von Jochen Exler-König und weiteren Autoren empfohlen: www.youtube.de/audiohecht

Einsendungen mit Vorschlägen zum Denkmal bitte bis 30. Oktober an Heimatverein Köpenick, z. Hd. Stefan Förster, PF 840218 in 12532 Berlin oder per Mail an stefanfoerster@gmx.net. Nachfragen sind unter 0170/728 48 85 möglich.


Ralf Drescher / RD
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