Mittelaltermarkt soll beim Köpenicker Sommer mehr Besucher anlocken

Köpenick. Der Köpenicker Sommer ist das einzige große Volksfest im Bezirk. Im letzten Jahr gab es dort überwiegend Rummel und Billigverkäufer. Mit einem neuen Ausrichter will der Bezirk jetzt wieder punkten.

In den letzten Jahren war es um das beliebte Volksfest ruhiger geworden, die Besucherzahlen von einst 60 000 auf 40 000 abgerutscht. "Es gab nach dem Köpenicker Sommer 2013 zahlreiche Beschwerden. So hatten Besucher über 30 Stände mit Billigartikeln wie Sonnenbrillen und Mützen gezählt. Und auch das kulturelle Angebot entsprach keineswegs unseren Erwartungen", berichtet Peter Pabst, im Büro des Bürgermeisters für Veranstaltungen zuständig. Deshalb hat der Bezirk den Vertrag mit dem bisherigen Ausrichter, nicht verlängert, sondern eine neue Ausschreibung auf den Weg gebracht. Vier Bewerbungen gingen ein, seit Mitte Januar steht der Veranstalter fest.

Die Firma Jüttner Entertainment hat sich bereits bei Ortsteilfesten im Umland einen Namen gemacht. "Das Konzept hat uns überzeugt. So wird aus auf dem Schüßlerplatz einen mittelalterlichen Markt mit altem Handwerk, Gauklern, Feuerschluckern und Rittern geben. Die Grünstraße wird zur Kunsthandwerkermeile, bei der die örtlichen Händler einbezogen werden. Für den Luisenhain plant der Ausrichter einen Bio- und Regionalmarkt mit Kinderbauernhof und Streichelzoo", sagt Pabst.

Hafenfest abgesagt

Der beliebte Festumzug und ein Höhenfeuerwerk über der Dahme werden den Köpenicker Sommer, der in diesem Jahr vom 13. bis 15. Juni stattfindet, auch diesmal wieder abrunden.

Der Köpenicker Sommer ist das einzige überregionale Volksfest im Bezirk. Die Treptower Festtage wurden vor Jahren abgeschafft, weil das Fest im Gartendenkmal Treptower Park nicht mehr erwünscht war. Und in diesem Jahr wird es auch kein Treptower Hafenfest mit dem Feuerwerk "Treptow in Flammen" geben. Veranstalter Stern und Kreis Schiffahrt hat es bereits aus der Planung gestrichen. Hinter den Kulissen wurde bekannt, dass man sich mit dem Grünflächenamt nicht mehr über die Gebühren für die Sondernutzung der Treptower Uferpromenade einigen konnte.


Ralf Drescher / RD
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