Plastiken schmücken den Luisenhain

"Pantherkatze" von Heinrich Drake. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Luisenhain |

Köpenick. An dieser Stelle führt die Berliner Woche ihren Exkurs zu Kunstwerken im öffentlichen Raum fort. Diesmal geht es um den Luisenhain.

Die Grünanlage vor dem Rathaus verdankt Köpenick dem Kaufmann Karl Otto Asseburg (1836-1915). Er hatte das Grundstück Schloßstraße 19 im Jahr 1906 der Stadt Köpenick geschenkt – unter der Bedingung, dass es nicht bebaut werden dürfe und nach seiner verstorbenen Schwester Luise benannt werden müsse. Die erste Skulptur, die man beim Spaziergang entdeckt, passt zum wasserreichen Köpenick. Der „Fischer“ wurde 1968 nach Entwürfen von Hans-Peter Goettsche (89) gefertigt. Vom Künstler, der hochbetagt im Köpenicker Märchenviertel lebt, gibt es weitere Plastiken im Bezirk, darunter die „Wäscherin“ am Generalshof und einen „Weiblichen Akt“ an der Mahlsdorfer Straße.

Die „Pantherkatze“ stammt von Heinrich Drake (1903-1994). Der geborene Detmolder war 1946 Gründungsmitglied der Kunsthochschule Weißensee. Die Skulptur entstand bereits 1953. Von Drake gibt es viele Plastiken in Berlin, darunter eine „Fohlengruppe“ im Tierpark Friedrichsfelde, das Zilledenkmal am Märkischen Museum und seit 1996 die „Jungen Pferde“ vor dem S-Bahnhof Wilhelmshagen.

Aus neuerer Zeit stammt das Bronzemodell der Altstadt. Es entstand 2009 als Geschenk an den Bezirk zum 800. Jubiläum Köpenicks nach Entwürfen des Ausbildungsverbunds Praxisnah. Gegossen wurde es bei Seiler in Schöneiche.

Eine Plastik fehlt noch. „Die sich Erhebende“, eine Betonplastik von Ingeborg Hunzinger (1915-2009), wurde gerade erst restauriert und wartet auf ihre Wiederaufstellung. Es gibt einen BVV-Beschluss, sie wieder im Luisenhain aufzustellen. Der Bezirk überlegt, sie auf einer Grünanlage hinter dem Heimatmuseum Köpenick zu präsentieren. RD



Die Broschüre mit ausgewählten Kunstwerken in digitaler Form und die komplette Liste finden Sie hier: http://asurl.de/131z
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