Abschied von Reiner Pilz: Vorsitzender des Behindertenbeirats verstorben

Reiner Pilz setzte sich auch für eine behindertengerechte Alternative zum Spreetunnel ein. (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Im Bezirk war Reiner Pilz, Vorsitzender des Behindertenbeirats, bekannt wie ein bunter Hund. Jetzt ist er mit 73 Jahren verstorben.

Bereits als junger Mann nach einem Badeunfall an den Rollstuhl gefesselt, hat er sich stets für andere Behinderte engagiert. Er koordinierte Wettkämpfe für Rollifahrer und nahm an den Paralympics teil.

In der Wendezeit saß Reiner Pilz mit am Runden Tisch und machte dort die Emanzipation von Behinderten zum Thema. Seit 2002 war er Vorsitzender des Beirats für Behinderte im Bezirk. Immer wieder musste er mit Beharrlichkeit auf die Interessen von Behinderten aufmerksam machen, zum Beispiel beim Umbau der Schwimmhalle im Allende-Viertel. Reiner Pilz, der fast jeden Tag mit seinem Sportrollstuhl im Bezirk unterwegs war, hatte auch gefordert, den Spreetunnel in Friedrichshagen durch eine für Rollifahrer nutzbare Fähre zu ergänzen (Berliner Woche berichtete). Für sein Engagement wurde er 2004 mit der Berliner Ehrennadel und 2010 mit der Bürgermedaille des Bezirks ausgezeichnet. Reiner Pilz findet seine letzte Ruhe auf dem evangelischen Friedhof in Friedrichshagen. RD
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