Der „Spitzenreiter“ lebt nicht mehr: Hans-Joachim Wolfram verstarb mit 82 Jahren

Hans-Joachim Wolfram im Dezember 2012 in seinem kleinen Museum in Karolinenhof. (Foto: Ralf Drescher)

Schmöckwitz. Rund die Hälfte seines Lebens, fast 40 Jahre lang, moderierte Hans-Joachim Wolfram die Fernsehsendung „Außenseiter-Spitzenreiter“. Am 16. November ist er gestorben.

Wolfram hatte 1957 als Techniker beim Sender Dresden angefangen und durfte ein Jahr später bereits als Moderator vor das Mikrofon. Seit 1970 war er beim Deutschen Fernsehfunk. Seit Juni 1972 hat der die neue Sendung „Außenseiter-Spitzenreiter“ moderiert. Dort wurden ungewöhnliche Zuschauerfragen beantwortet. In der ersten Sendung sollte die Frage geklärt werden, ob ein Opernsouffleur vorsagt oder eher vorsingt. Bei einigen Themen musste der Journalist Wolfram selbst vollen Einsatz zeigen. Bei einem Beitrag zu Benimmregeln am FKK-Strand zum Beispiel erschien der neugierige Reporter nur mit seinem Tonbandgerät bekleidet unter den Nacktbadern am Ostseestrand.

Wolfram war es auch zu verdanken, dass „Außenseiter-Spitzenreiter“ das Ende des Deutschen Fernsehfunks bis heute überlebt hat. Das 40. Jahr der Sendung erlebte Wolfram leider nicht mehr vor Kamera und Mikrofon. Im Dezember 2011 hatte ihn der MDR in Rente geschickt.

In seinem privaten Museum in Karolinenhof hatte Hans-Joachim Wolfram seitdem die Geschichte „seiner“ Sendung aufgearbeitet und zahlreiche Erinnerungsstücke aufbewahrt.

Hans-Joachim Wolfram wurde 82 Jahre alt, er hinterlässt seine Frau Gabriele und vier Töchter. RD
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