50 neue Stellen im Bezirksamt

Treptow-Köpenick. Die Zeiten, in denen der Bezirk Personal abbauen musste, sind zum Glück vorbei. In den nächsten Monaten können rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Nach harten Verhandlungen hat die Senatsverwaltung für Finanzen beschlossen, den Berliner Bezirken insgesamt 1254 Vollzeitstellen zu finanzieren.

„Wir erwarten deshalb, dass wir etwa 50 Stellen neu besetzen können. Wir werden sie unter anderem im Jugendamt, in der Bauplanung, insbesondere für den Schulbau, bei den Koordinatoren der Integrationslotsen und zur Stärkung der Jugendverkehrsschule mit fachlich qualifizierten Mitarbeitern einsetzen“, sagt Bürgermeister Oliver Igel (SPD).

Ein Problem bleibt jedoch. Der Bezirk kann bei der Stellenbesetzung nur wenig eigene Schwerpunkte setzen. Fast alle Stellen sind nach Schwerpunkten aus dem Koalitionsvertrag oder nach den Richtlinien der Regierungspolitik zu besetzen. „Wenn diese langen Listen abgearbeitet sind, verbleiben kaum noch Stellen, um eigene Prioritäten zu setzen“, erklärt Bürgermeister Igel.

Immerhin ist ein Drittel der Stellen berlinweit zweckgebunden. Und selbst bei den eigenverantwortlich zu besetzenden Stellen besteht die Senatsverwaltung für Finanzen auf den Richtlinien der Regierungspolitik. Neben den bereits vom Bürgermeister genannten Schwerpunkten gehören dazu auch Bereiche wie die Stärkung der Frauenvertretungen.

„Wir meckern aber nicht, sondern bemühen uns um die Besetzung der Stellen. Es ist nur schade, dass die Bezirke immer stärker in ihren Entscheidungsmöglichkeiten eingeschränkt werden“, sagt Oliver Igel.

Ob und wie schnell die Personalverantwortlichen im Bezirksamt die Stellen auch besetzen können, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Bei den in Berlin gezahlten Tarifgehältern im öffentlichen Dienst wird es immer schwieriger, geeignete Fachkräfte zu bekommen.

Durch den Stellenzuwachs in den Bezirken erhöhen sich die Personalausgaben im kommenden Jahr um 60 Millionen Euro. Und für die kommenden Jahre sind allen Bezirken insgesamt jährlich jeweils weitere 200 Stellen zugesagt. RD
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