Bezirk erinnert an Mauerbau: Vor 56 Jahren wurde Berlin geteilt

Gedenkstätte für die erschossenen Kinder Lothar Schleusener und Jörg Hartmann. (Foto: Ralf Drescher)

Baumschulenweg. Am 13. August 1961 wurde die Mauer gebaut. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick wird mit mehreren Kranzniederlegungen daran erinnern.

Rund 20 Kilometer lang war die Grenze, die 28 Jahre den damaligen Bezirk Treptow von den Bezirken Neukölln und Kreuzberg trennte. In den Jahren nach dem Mauerbau versuchten zahlreiche Berliner, auch dort die Flucht in den Westen, nicht wenige bezahlten das mit ihrem Leben. An mehreren Orten erinnern Gedenktafeln an die Opfer der Teilung.

Bürgermeister Oliver Igel und BV-Vorsteher Peter Groos (beide SPD) werden am 13. August an drei Orten Blumengebinde ablegen: um 14 Uhr auf dem Friedhof Baumschulenweg an der Gedenkstätte für Mauertote, deren Asche dort auf Befehl der DDR-Regierung anonym verscharrt wurde, gegen 14.20 Uhr am Denkmal für die Maueropfer Jörg Hartmann und Lothar Schleusener, die an der Kiefholzstraße (Nähe Dammweg) im März 1966 erschossen wurden, und gegen 14.40 Uhr an der Gedenkstele für Chris Gueffroy in der Nähe der Chris-Gueffroy-Allee am Rande der Kleingartenanlage „Harmonie“. Chris Gueffroy, ein Kellner aus Baumschulenweg, starb dort in der Nacht zum 6. Februar 1989 als letztes Maueropfer. Die Gedenkveranstaltungen sind öffentlich, Besucher sind willkommen. RD
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