Für 2017 sind bereits 3220 neue Wohnungen genehmigt

Hier am Groß-Berliner Damm wächst der Standort "Wohnen am Campus". (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Der Bezirk im Südosten Berlins wächst weiter. Bereits im vergangenen Jahr wurde dafür die Grundlage gelegt.

Wie die Abteilung Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung mitteilte, wurden in den ersten drei Quartalen des vorigen Jahres 549 Baugenehmigungen für Wohnungsbauvorhaben erteilt. Dahinter stehen 3220 neue Wohnungen. „Das entspricht fast schon dem Umfang des gesamten Jahrs 2015, als wir in allen vier Quartalen zusammen 3953 neue Wohnungen genehmigen konnten“, erklärt der zuständige Stadtrat Rainer Hölmer (SPD). Der Bezirk steht bei der Genehmigung neuer Wohnungen dabei wie bereits in den Vorjahren an dritter Stelle hinter Mitte und Pankow, in denen nur geringfügig mehr Wohnungen genehmigt wurden. Grund für den Erfolg ist nicht nur die stärkere Fokussierung der Genehmigungsbehörden auf die Bauvorhaben kommunaler Wohnungsunternehmen, sondern auch die Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke.

So bauen oder planen Wohnungsgesellschaften des Landes Berlin wie Degewo, Stadt und Land und Howoge gleich an mehreren Stellen im Bezirk und mit jeweils dreistelliger Zahl von Wohnungen. Unter anderem an der Wegedornstraße/Schönefelder Chaussee (164), an der Lindenstraße (134), an der Wendenschloßstraße (183) und an der Ortolfstraße (400).

Amt arbeitet am Limit

Weitere rund 1200 Wohnungen entstehen am Rand des Wissenschaftsstandorts Adlershof. Unter dem Titel „Wohnen am Campus“ errichten dort insgesamt 17 Investoren eine Mischung aus Eigentumswohnungen, Genossenschaftswohnungen und kommunalen Mietwohnungen. Ein Teil der Projekte, darunter befindet sich auch ein Studentendorf mit 384 Wohnplätzen, ist bereits fertiggestellt.

Im Jahr 2013 waren 1733 Wohnungen durch das Bauressort des Bezirks genehmigt worden. Durch die Verdoppelung der Anträge ist man im Bezirksamt am Limit. Weil die Bearbeitungskapazitäten nicht ausreichten, musste Anfang 2016 bereits ein privates Bauvorhaben auf dem früheren Funkwerkareal an die Senatsbauverwaltung abgegeben werden.

Der Bezirk ist dringend auf weiten Neubau angewiesen. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass bis 2030 rund 273 000 Menschen hier leben, ein Zuwachs von rund 15 000 Einwohnern. RD
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