Sechs Flüchtlingsheime im Bezirk

Treptow-Köpenick. In den letzten Wochen gab es mehrfach Änderungen bei der Nennung der geplanten Standorte von Flüchtlingsheimen. Nun legte die Senatsverwaltung für Finanzen eine offizielle Liste vor.

Die berlinweit 68 Standorte wurden bereits den Bezirken mitgeteilt. Ein Teil der Liste deckt sich auch mit unseren bisherigen Veröffentlichungen. So sollen auf zwei Gewerbegrundstücken am Bohnsdorfer Weg (Nummer 99-103 und 109-119) sogenannte modulare Bauten errichtet werden. Die haben eine Lebensdauer von mindestens 60 Jahren und könnten später auch als Wohnungen oder Studentenheime genutzt werden. Auf einem 22 000 Quadratmeter großen Grundstück am Hassoweg in Altglienicke wird die Wohnungsgesellschaft Stadt und Land, der das Areal bereits gehört, ebenfalls eine feste Flüchtlingsunterkunft errichten.

An den drei weiteren Standorten sollen Containerunterkünfte entstehen, die nur eine Standzeit von wenigen Jahren haben. Es sind dies die Gerhard-Sedlmayr-Straße am Wissenschaftsstandort Adlershof, am Bahnweg in der Nähe des Köllnischen Viertels in Altglienicke und die bereits in unserem letzten Bericht erwähnte Fläche auf dem Grundstück des früheren Amts für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung am Fürstenwalder Damm 388.

Der Baubeginn steht jeweils noch nicht fest. Es ist aber davon auszugehen, dass vor allem die Containerbauten innerhalb weniger Wochen errichtet werden. Ein weiterer Standort befindet sich nicht im Bezirk, aber unmittelbar an der Bezirksgrenze in Neukölln. Auf dem betreffenden Grundstück an der Kiefholzstraße 74 ist ein längerlebiger Bau aus Modulen geplant. Beim Bezirk kommt die aktuelle Liste nicht gut an. Bürgermeister Oliver Igel (SPD) bestreitet, allen Standorten zugestimmt zu haben. „Wir haben dem Standort mit 1000 Plätzen am Fürstenwalder Damm nicht zugestimmt. Wir sind bisher davon ausgegangen, dass dort Container für 500 Flüchtlinge errichtet werden, damit wären wir einverstanden. Alle vier Standorte in Altglienicke sind aus bezirklicher Sicht nicht möglich. Für die beiden Standorte am Bohnsdorfer Weg empfehlen wir, den dort bereits geplanten Wohnungsbau voran zu treiben“, teilt Igel in einer Erklärung mit. RD
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